31-Jähriger zog im Lüner Linienbus blank - „Drogen, Randale und Polizeieinsätze“

Amtsgericht Lünen

Ein 31-jähriger Mann ist wegen exhibitionistischer Handlungen verurteilt worden. Da es nicht das einzige Vergehen war, konnte der Angeklagte nicht mehr auf eine Bewährungsstrafe hoffen.

Lünen

von Heinrich Höckmann

, 24.08.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
31-Jähriger zog im Lüner Linienbus blank - „Drogen, Randale und Polizeieinsätze“

In einem Linienbus zeigte sich ein 31-Jähriger in unsittlicher Weise. © Marie Ahlers

Mit einer Bewährungsstrafe konnte der Angeklagte am Freitag im Amtsgericht nicht rechnen. Der 31-Jährige sitzt bereits wegen eines Verstoßes gegen die Bewährungsauflagen in der Justizvollzugsanstalt ein.

Zu dieser zehnmonatigen Strafe wird er nun zusätzlich ein Jahr und vier Monate in der Haft verbringen. Zur Last gelegt wurden ihm der Besitz von Rauschgift und Exhibitionismus.

Am 24. Oktober des vergangenen Jahres hatte sich der Angeklagte in einem Linienbus einer 22-jährigen Frau unsittlich gezeigt. An der Jägerstraße in Lünen-Süd stiegen beide aus. Die junge Frau wurde von ihrem Freund erwartet. Gemeinsam mit einem Passanten konnte der Freund den Angeklagten bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.

Bereits im Juli 2017 wurden in der Wohnung des Angeklagten bei einer Durchsuchung Drogen und Arzneimittel sichergestellt. Mitbewohner beschrieben den Angeklagten als verwirrt. Mal sei er freundlich gewesen, mal sei er laut, mit sich selbst sprechend, durch das Treppenhaus gerannt. Eine weitere Nachbarin beschrieb den Alltag in dem Haus mit: „Drogen, Randale und Polizeieinsätzen“.

Lesen Sie jetzt