50 Jahre Städtebauförderung: 31 Millionen Euro für lebenswerteres Lünen

Die Städtebauförderung feiert Jubiläum: Seit 1971 unterstützen Bund und Länder die Kommunen bei der Erneuerung von Stadtquartieren, der Stabilisierung von Zentren und weiteren Projekten.
Freuen sich über den Platz an der Lindenstraße: Arnold Reeker (Technischer Beigeordneter) und Astrid Linn (Referentin für Stadtentwicklung). © Stadt Lünen

Pünktlich zum 50. Jubiläum der Städtebauförderung wurde in Lünen das neueste Projekt fertiggestellt, das von der Förderung profitiert hat: Die Neugestaltung des Platzes an der Lindenstraße im Stadt-Garten-Quartier ist weitgehend abgeschlossen.

Hier ist mithilfe der Städtebauförderung innerhalb von drei Monaten ein attraktiver öffentlicher Raum entstanden. Neue Bänke laden die Erwachsenen zum Verweilen ein, ein Wippgerät und Balancierelemente sprechen Kinder an.

Pflanzbeete und niedrige Hecken sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Die denkmalgeschützten Gebäude Lindenstraße 22 bis 28 wurden mit Staudenbeeten eingefasst und an der Einmündung „Kleine Torstraße“ wurden zwei Torbäume gepflanzt. Erhalten blieb die historische Steinbank.

„Ein Schwerpunkt der Städtebauförderung ist es, zur Beseitigung baulicher Missstände in Quartieren beizutragen und für die Menschen in der Stadt Orte für neue Begegnungen zu schaffen“, erklärt Astrid Linn, Referentin für Stadtentwicklung bei der Stadt Lünen.

Nächstes Großprojekt: IGA 2027

Rund 31 Millionen Euro Fördermittel sind Lünen in den letzten 20 Jahren aus der Städtebauförderung zugesprochen worden.

Die Lüner Innenstadt hat mit rund 15 Millionen Euro den größten Anteil der Förderung in den letzten 20 Jahren erhalten. Derzeit wird mit rund 5 Millionen Euro Förderung die Persiluhr-Passage zu einer kulturellen Bildungseinrichtung mit Stadtbücherei umgebaut.

Der Technische Beigeordnete Arnold Reeker weist auf das zukünftig größte Förderprojekt hin: „Die Viktoriabrache soll im Zuge der IGA 2027 zu einem Landschaftspark umgebaut werden. Wir reden hier über etwa 8 Millionen Euro.“

Förderung auch im Bereich der Lippe

Auch im Bereich der Lippe wurden Mittel aus der Städtebauförderung eingesetzt.

Der Lippeverband verweist unter anderem auf folgende erfolgreich umgesetzte Projekte: Der Lippe-Pegel Lünen, in Betrieb genommen in den 1930er-Jahren, wurde komplett erneuert. 2017 brachte der Lippeverband ein 1,6 Quadratmeter großes LED-Display und einen großen Monitor am Pegelhäuschen an. Zwei angrenzende Hochwasserschutzmauern wurden im Zuge der Modernisierung des Pegelhäuschens künstlerisch gestaltet.

Der Lippe-Pegel Lünen wurde 2017 vom Lippeverband kompett erneuert.
Der Lippe-Pegel Lünen wurde 2017 vom Lippeverband kompett erneuert. © Lippeverband © Lippeverband

Bereits 2015 verschönerte der Künstler Markus Wengrzik zusammen mit Schülerinnen und Schülern eine Wand mit dem philosophischen Kunstwerk „Deine Worte im Fluss…“

Jetzt haben Lippeverband und Stadt den Prozess zur Umgestaltung des Mündungsbereichs der Seseke zu einem Lern- und Entdeckerort eingeleitet. Im Rahmen der IGA 2027 soll dieser Standort zu einem Lern- und Verweilort werden.