50 neue Infektionen in Lünen treiben Inzidenz weiter nach oben

Coronavirus

Mit 50 neuen Fällen in Lünen bleiben die vom Kreis gemeldeten Infektionszahlen am Freitag (30.10.) auf hohem Niveau. Auch müssen wieder mehr Menschen im Krankenhaus behandelt werden.

Lünen

, 30.10.2020, 16:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Zahl der Neuinfektionen in Lünen steigt auch am Freitag weiter.

Die Zahl der Neuinfektionen in Lünen steigt auch am Freitag weiter. © dpa

Das Coronavirus hat Lünen und den gesamten Kreis Unna weiter fest im Griff. 115 Fälle meldete das Gesundeheitsamt des Kreises am Freitag (30.10.). 50 Neuinfektionen davon werden für Lünen gemeldet.

Nachdem am Donnerstag fünf Patienten nach ihrer Covid-19-Erkrankung aus den Krankenhäusern im Kreis entlassen werden konnten, sind bis Freitag fünf neue Patienten hinzugekommen, die stationär behandelt werden müssen. Insgesamt sind kreisweit derzeit 54 Personen wegen der Viruserkrankung im Krankenhaus.

Die Zahl der aktuell Infizierten steigt am Freitag um 22 auf derzeit 452 Fälle in Lünen. 28 Personen mehr als noch am Donnerstag gelten am Freitag wieder als genesen. Seit Beginn der Pandemie haben in Lünen demnach 505 Personen ihre Infektion überstanden. Bislang sind in der Lippestadt sechs Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Kreisweit gibt es 50 Tote.

Seit Beginn der Pandemie haben sich in Lünen bislang 963 Personen mit dem Virus infiziert. Kreisweit liegt die Zahl der aufsummierten Fälle bei 2981.

Inzidenz in Lünen steigt weiter

Die 7-Tages-Inzidenz in der Lippestadt liegt, nach Berechnungen unserer Redaktion, am Freitag bei 298,8. Entscheidend für neue Einschränkungen oder Lockerungen ist allerdings die Inzidenz des Kreises Unna. Die liegt, so teilt es Kreissprecher Max Rolke am Freitag mit, bei 144,6. Den gleichen Wert ergeben die Berechnungen unserer Redaktion.

Erhebliche Unterschiede zeigen sich bei den Werten, die das RKI auf seinem Dashboard veröffentlicht. Die 7-Tages-Inzidenz für den Kreis Unna wird hier (Stand Freitag, 15 Uhr) mit 71,2 angegeben, liegt damit fast halb so hoch, wie der Wert des Gesundheitsamtes aus Unna.

„Im Dashboard sind für Unna keine ‚orangenen‘ Fälle zu sehen, das bedeutet, dass gestern keine Fälle im RKI eingegangen sind“, teilt eine Sprecherin des RKI auf Anfrage unserer Redaktion am Freitag mit. Ob das am Gesundheitsamt des Kreises oder beim Land hänge, ließe sich nicht sagen.

Das RKI weißt darauf hin, das generell die Zahlen des Gesundheitsamts die aktuellsten und die entscheidenden seien. Auf die Anfrage an den Kreis Unna gab es bis zum Redaktionsschluss dieses Artikels am Freitag noch keine Antwort.

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