Ab 26.Oktober beginnt die Massenimpfung - Nachfrage verhalten

Schweinegrippe

LÜNEN/KREIS UNNA Für die geplante Massenimpfung gegen die Schweinegrippe, die am 26. Oktober beginnt, hat der Kreis Unna im ersten Schritt Zugriff auf 8000 Dosen des Impfstoffes Pandemrix. Zunächst sollen Personen geimpft werden, die im öffentlichen Bereich arbeiten. Beim medizinischen Personal des Klinikums St.-Marien-Hospital ist die Nachfrage jedoch bislang verhalten.

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 21.10.2009, 18:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut sollen medizinisches Personal, chronisch Kranke und Schwangere vorrangig geimpft werden. Außerdem sollten sich im Bereich der öffentlichen Sicherheit und Ordnung tätige Personen (Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienste) impfen lassen. „Für die breite Bevölkerung wird der Impfstoff ab der 2. Novemberwoche zur Verfügung stehen“, informiert Josef Merfels, Leiter des Fachbereiches Gesundheit und Verbraucherschutz.

Beim medizinischen Personal des Klinikums St.-Marien-Hospital jedenfalls ist die Nachfrage bislang „verhalten“, so der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Wolfram Wilhelm. Der betriebsärztliche Dienst hat Impftermine ausgehängt und im Intranet veröffentlicht, Interessierte können sich anmelden. Ob sie es tun, bleibt jedem selbst überlassen. „Im Moment gibt es keine Bedrohungslage und es fällt schwer, eine Empfehlung auszusprechen, weil man nicht weiß, welches das höhere Risiko ist“, sagt Prof. Wilhelm. In Ärztekreisen werde kontrovers diskutiert. Stichworte sind Wirkverstärker und Schnellzulassung des neuen Serums. In der täglichen Arbeit sieht Prof. Wilhelm keine Probleme: „Wir haben Vorsorgemaßnahmen getroffen.“ Jeder Mitarbeiter kann sich jederzeit beraten lassen. Es gebe eine Task Force für H1N1. „Der Impfstoff ist da, wir können minütlich auf Veränderungen der Bedrohungslage reagieren.“

Die Gruppe der vorrangig zu Impfenden wird größtenteils durch die Betriebsärzte geimpft. Für die Bevölkerung hat die Kreisgesundheitsbehörde eine wohnortnahe Impfmöglichkeit durch niedergelassene Ärzte geschaffen. „Die Liste der derzeit rund 70 so genannten Impfärzte mit Namen und Anschriften findet sich auf der Internetseite des Kreises Unna und wird ständig aktualisiert“, so Merfels weiter.

Gülüzar Aygün; Dr. Imren-Özdem; Dr. Rainer Schneberger; Dr. Ernest Blümel; H. Kutrieb; Dres. Jürgen und Verona Lubienski; Dres. Schumann/Meiners und Dr. Püschel.

Gemeinschaftspraxis Dr. Reimann/Cramer; Dr. Nicole Mähner; Dr. Sültrup; Dr. N. Alma; Dr. Burczek; Dr. Funke; Dres. Günther/Günther-Ruppert; M. Kuhnen; Dres. Söthe/Lohmann; Dres. Maru/Kapaun; Dres. Mehnert-Aner/W. Schanze; Dr.Peters; Dr. Rodorff; Dres. S. und M. Sobottka.

Impfwillige melden sich bei diesen Ärzten, die dann eine entsprechende Anzahl von Impfdosen über Gesundheitsbehörde und Apotheken bestellen und die Impftermine vergeben.

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