Achenbachstraße in Brambauer: Tempo 30 bleibt - vorerst

mlzVerkehr in Lünen

Schwerlastverkehr und zu schnelle Autos belasten die Achenbachstraße in Brambauer. Anwohner trommeln für Hilfe. Wie die aussehen könnte, ist unklarer denn je.

Lünen

, 19.06.2020, 11:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit Plakaten und Schildern machten die Mitglieder der Bürgerinitiative Achenbachstraße am Mittwoch (17.6.) vor der Sitzung des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung im Hansesaal auf sich aufmerksam. Die BI fordert geschwindigkeits-senkende Maßnahmen und ein Durchfahrtsverbot für den Schwerlastverkehr.

Beides wird nicht einfach zu erreichen sein. Auf der Straße gilt momentan Tempo 30, bei einer Verkehrsmessung fuhren die Autos allerdings im Schnitt 42 Stundenkilometer. Eigentlich aber, teilte die Stadt mit, müsste dort sowieso Tempo 50 gelten, weil es sich um eine Kreisstraße handele. Die Bezirksregierung hat die Stadt angewiesen, die Schilder zu ändern.

Stadt wartet Vor-Ort-Termin ab

Dieser Aufforderung, und das ist die gute Nachricht für die BI, kommt die Stadt erst einmal nicht nach. So schnell wie möglich soll es vor Ort nämlich einen Termin mit Vertretern von Stadt, Kreis und Bezirksregierung geben. Möglicherweise sieht man danach klarer. So lange bleibt dort Tempo 30. Mehr als 30 km/h gebe der Straßenverlauf dort auch gar nicht her, sagte Andreas Dahlke (GFL) dazu. Die Verwaltung sah das ähnlich, will sich ebenfalls für den Erhalt des Tempo-30-Schildes einsetzen.

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Noch komplizierter wird es beim Thema Schwerlastverkehr, unter anderem weil es gleichzeitig einen Feldversuch mit einem Durchfahrtsverbot an der Waltroper Straße gebe. „Wenn wir beide sperren, gibt‘s im Grunde keine Verbindung mehr nach Waltrop“, sagte Benjamin Köttendorf, Leiter der Abteilung Verkehrslenkung.

Es brauche, sagte Rüdiger Billeb (SPD), ein Gesamtkonzept für den Schwerlastverkehr in Brambauer. Technischer Beigeordneter Arnold Reeker wandte ein, dass es so viele Optionen nicht gebe - entweder die Achenbachstraße oder die Waltroper Straße. Eine Aussage, die bei den Vertretern der BI gar nicht gut ankam und die er später auch teilweise zurücknahm. Aber: „Das ist ein Konflikt, den wir nicht für alle Bürger zufriedenstellend lösen können“, so Reeker.

Keine Antwort auf Frage nach der Sicherheit

Die BI-Vertreter dürfen offiziell nicht in der Sitzung sprechen, deswegen wurde der Ausschuss extra kurz unterbrochen. Die Vertreter äußerten ihren Unmut, fragten unter anderem nach Konzepten für die Sicherheit auf der Straße. „Darauf ist überhaupt nicht eingegangen worden“, kritisiert Claudia Schöttler von der BI tags darauf.

Von Teilen der Politik fühle man sich immerhin gut unterstützt, sagt sie.

Wie geht‘s weiter? Der Termin mit Stadt, Kreis und Bezirksregierung solle möglichst bald stattfinden, hieß es. Das sei ein Behördentermin, ohne Öffentlichkeit. Im nächsten Ausschuss für Sicherheit und Ordnung berichtet die Verwaltung davon.

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