Die Familie Feierabend ist zum ersten Mal beim „Tag der offenen Gärten“ mit dabei und präsentiert ihr grünes Kleinod an der Stadtgrenze zwischen Lünen und Dortmund-Lanstrop. © Althoff
Am 29. August

Acht Lüner Gärten öffnen ihre Tore für interessierte Besucher

Anregungen für den eigenen Garten bekommen oder einfach nur einen schönen Tag im Grünen verbringen - diese Möglichkeit gibt es bald beim zweiten „Tag der offenen Gärten“ in Lünen.

Vor sieben Jahren fand die Premiere statt. Beim ersten „Tag der offenen Gärten“ in Lünen besuchten zahlreiche Interessenten verschiedene Gärten von Privatleuten, die ihre Tore für die Besucher geöffnet hatten.

Auch wenn die Veranstaltung ein großer Erfolg war, dauerte es einige Jahre, bis es nun eine Wiederauflage gibt. Dass es sie gibt, liegt an zwei Lünerinnen, die den „Tag der offenen Gärten“ für die Abteilung Stadtgrün der Stadt Lünen organisieren – im Rahmen der IGA 2027. Hannah Wolf arbeitet in der Abteilung Stadtgrün der Stadt Lünen und Astrid Althoff ist ehemalige Stadtführerin und beruflich wie privat an Gärten interessiert. Beide taten sich zusammen für die Organisation des Garten-Tages.

In Alstedde liegt der Garten von Familie Bößneck, der auch Teil der geführten Radtour ist.
In Alstedde liegt der Garten von Familie Bößneck, der auch Teil der geführten Radtour ist. © Althoff © Althoff

Sieben Gärten zu besichtigen

Am Sonntag, 29. August, öffnen sieben Privatleute und eine Gruppe ihre Gärten für die Öffentlichkeit. Vier davon waren auch schon 2014 dabei. Vier, darunter auch das Atelierhaus, sind zum ersten Mal Gastgeber für Garten-Interessierte. Die Vielfalt der Möglichkeiten, etwas aus seinem Garten, egal wie groß er ist, zu machen, ist groß. Das beweisen die unterschiedlichen Gärten in ganz Lünen, die man am 29. August zwischen 10 und 18 Uhr besuchen kann. Den Garten des Atelierhauses an der Rathenaustraße kann man ab 12 Uhr erkunden.

In einem Garten gibt es botanische Artenvielfalt zu bestaunen. Zwei Teilnehmer präsentieren unterschiedliche Staudengärten nach englischem Vorbild, einer ist parkähnlich, in dem anderen stehen viele Obstbäume. Eine Gastgeberin zeigt, wie man mit Bonsai-Bäumen auch im kleinen Garten viele Bäume hegen und pflegen kann.

Neben diesen vier Gärten, die auch 2014 dabei waren, zeigt ein Hobby-Gärtner, wie man Gemüse wie Tomaten, Chili und Paprika im eigenen Garten züchtet. Ein Garten an der Ortsgrenze zu Lanstrop ist sehr groß und naturbelassen. In ihm sieht man auch die Kreativität seiner Besitzer, die ihn mit vielen künstlerisch gestalteten Dingen zu etwas Besonderem gemacht haben. Und schließlich kommen Tierfreunde in einem Garten auf ihre Kosten, in dem Hühner ein Zuhause gefunden haben.

Astrid Althoff ist ausgebildete Staudengärtnerin sowie frühere Gästeführerin und leitet eine Radtour am „Tag der offenen Gärten“.
Astrid Althoff ist ausgebildete Staudengärtnerin sowie frühere Gästeführerin und leitet eine Radtour am „Tag der offenen Gärten“. © Niehaus (Archiv) © Niehaus (Archiv)

Von außen betreten

„Wir erarbeiten auch ein Hygienekonzept. Das Gute ist, dass man alle Gärten von außen betreten kann, durch eine Pforte. Niemand muss durchs Haus“, so Astrid Althoff. Allerdings besteht die Verpflichtung, eine medizinische oder FFP2-Maske in den Gärten zu tragen. Die Organisatorinnen hoffen, dass trotz Corona-Regeln viele Besucher die Möglichkeit nutzen, die Gärten zu besuchen. 2014 kamen übrigens jeweils etwa 100 Besucher in jeden Garten, meistens waren es Frauen. Jedem Gastgeber ist freigestellt, ob er noch etwas Spezielles anbietet.

Alle Gärten sind mit Aufstellern gekennzeichnet

Nicht alle Gärten sind auch für den Besuch von Rollstuhlfahrern geeignet, so die Initiatorinnen. Alle Gärten sind vor der Tür und teils zusätzlich im Umfeld mit Aufstellern „Offene Gartenpforte“ gekennzeichnet. Wer mit dem Auto zu den Gärten fährt, kann den Pkw im Umfeld parken. Beim Garten Göpfert gilt – in die Augustastraße auf keinen Fall einfahren, da es sich um eine sehr enge Sackgasse handelt, sondern den Wagen im Bereich Westfaliastraße abstellen. Beim Garten Ruhnau ist die Parkfläche der Gärtnerei Dahlke zu nutzen.

Parallel wird auch beim zweiten „Tag der offenen Gärten“ eine Radtour angeboten. Astrid Althoff: „Wenn das Interesse sehr groß ist, dann können es auch zwei Gruppen werden.“ Eine wird sie begleiten, die andere eine Kollegin von Hannah Wolf, die ausgebildete Gärtnerin ist. „Ich denke, dass wir so fünf bis sechs Gärten anfahren können.“ Die Teilnahme an der Radtour ist ebenso kostenlos wie der Besuch der sieben Gärten.

Interessierte Radfahrer können die Tour komplett mitfahren oder jeweils nur eine der zwei Etappen. Die Zahl der Teilnehmer ist auf jeweils 25 Personen begrenzt.

Radtour auf eigene GefahrAnmeldungen erforderlich
  • Die Teilnahme an der Radtour erfolgt auf eigene Gefahr. Zur Radtour ist eine Anmeldung erforderlich, bei Astrid Althoff unter Email as-althoff@t-online.de oder Telefon (02306) 1 29 97.
  • Die Tour beginnt um 10 Uhr am Garten der Familie Feierabend in Dortmund-Lanstrop, Nordbruch 78, und führt durch das Gelände der ehemaligen Landesgartenschau zum zweiten Garten der Familie Budde in der Derfflinger Str. 12 . An der Kamener Str. entlang über die Westfaliabrücke gelangt man in den Gemüsegarten von Familie Ashoff im I.Wittkamp. Bis hierher sind 7,5 km gefahren.
  • Einsteiger für die 2. Etappe sind ab 12.50 Uhr willkommen vor der Pentamed-Apotheke, Willi-Melchers-Straße. Der Weg führt über die Westfaliastraße zum Garten der Familie Göpfert, Augustastraße 29, durch die Döttelbeckstraße zur Familie Herkert in die Lippkampstraße 5 und abschließend zum Garten Bößneck in die Allensteiner Str. 12 nach Alstedde. Auch die 2. Etappe ist etwa 7,5 km lang.
  • Die Tour endet dort gegen 15.45 Uhr . Für diejenigen, die weiteres Interesse haben, besteht dann zeitlich noch die Möglichkeit, weitere ca. 8 km nach Brambauer, Brechtener Str. 104 in den Garten Ruhnau zu radeln und den Tag dort ausklingen zu lassen.
Über die Autorin
Redaktion Lünen
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
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Beate Rottgardt

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