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Acht Tipps zur Starkregenvorsorge: Umwelt schützen und Gebühren sparen

Nach der Starkregenserie mit dem SAL gibt es hier acht Tipps zur Starkregenvorsorge. Versickerung, Zisternen und Gründächer schonen nicht nur die Umwelt. Häuslerbauer sparen auch Gebühren.
Versickerungsanlagen, wie hier in Lünen Horstmar entlasten das Kanalsystem und schützen so auch vor Überflutungen im eigenen Keller. Wer entsprechende Anlagen baut, kann außerdem Gebühren sparen und tut noch etwas für die Umwelt. © SAL

Zum Abschluss der Starkregenserie gibt der SAL gesammelt noch einmal acht wichtige Tipps zur Starkregenvorsorge:

1. Beratung:

Der SAL überprüft Gebäude kostenlos durch einen Fachmann auf Überflutungs- und Rückstausicherheit. Ein kostenloser Bericht kann ebenfalls erstellt werden.

2. Gefälle:
Befestigte Flächen auf dem eigenen Grundstück sollte mit einem Gefälle vom Haus weg verlegt werden, damit Regenwasser nicht zum Gebäude läuft. Dort kann es sonst Schäden verursachen oder über Lichtschächte, Türen oder Fenster eindringen.

3. Flächenbefestigungen:
Wasserdurchlässige Flächen vermindern den oberflächigen Abfluss von Regenwasser. Das betrifft auch das Anlegen von Steingärten, durch mehr Wasser auf der Oberfläche abfließen muss und die Gefahr von Gebäudeschaden steigt.

4. Prüfungen:
Entwässerungsanlagen sollten mindestens alle 10 bis 20 Jahre mittels Kamerabefahrung untersucht werden. Hier werden Engstellen gefunden, an denen das Wasser im Starkregenfall nicht schnell genug abfließen kann. Ein Abwasserrückstau an diesen Stellen kann zu schweren Schäden am und im Gebäude führen.

5. Schutz:
Regenwasser von umgebenen Grundstücken sollte nicht über Türen, Fenster oder Lichtschächte ins Gebäude eindringen kann. Dafür ist es sinnvoll eine Schwelle von 10 bis 15 Zentimetern zu bauen. Oft erreicht man diesen Schutz schon über Randsteinerhöhungen oder leichte Verwallungen.

6. Versickerung:
Wer Regenwasser auf seinem Grundstück in einer Versickerungsanlage abführt, spart Abwassergebühren und schützt das Abwassersystem vor Überlastung. Das Versickern von Niederschlagswasser bedarf einer Genehmigung des SAL oder des Kreises Unna. Der SAL berät und unterstützt beim Stellen von Anträgen.

7. Regenwasserrückhaltung:
Zisternen gewinnen in Zeiten des Klimawandels immer mehr an Bedeutung und schützen das Abwassersystem vor Überlastung im Starkregenfall. Immer längere und heißere Trockenperioden führen dazu, dass immer mehr Wasser zum Gießen von Pflanzen benötigt wird. Wer Regenwasser in einer Zisterne sammelt, spart 80 Prozent der Niederschlagswassergebühr. Hinweis: Auch hierfür ist ein Antrag beim SAL erforderlich.

8. Gründächer:
Ein klimafreundlicher Allrounder. Weniger Hitzebildung, Staubbindung und Rückhalt von Niederschlagwasser sind nur drei von vielen Vorteilen eines Gründaches. Auch hierbei sparen Eigentümer 80 Prozent der Niederschlagwassergebühren. In Frage kommen auch Garagen- oder Carportdächer.

Kontakt und Beratung

  • Interessierte können sich für eine Beratung unter Tel. (02306) 91 040 oder via E-Mail an info@sal-abwasser.de mit dem Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung in Verbindung setzen.
  • Weitere Infos gibt es auch im Netz: www.abwasser-luenen.de

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