Mit dem Rasenmäher gegen Hundekot im Park - Vorbereitungen für den Martinsumzug

mlzHeideblümchenpark

Es hört nicht auf: Im Heideblümchenpark gibt es immer wieder Ärger um Hundekot. Vor dem traditionellen Martinsumzugs greift Organisator Thomas Göcke daher zu einer besonderen Maßnahme.

Alstedde

, 24.10.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Hundekot-Problem im Heideblümchenpark in Alstedde ist seit Jahren ein Thema. Weil es immer wieder Zeitgenossen gibt, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht eintüten, ist das traditionelle Ostereiersuchen vor drei Jahren eingestellt worden. Es sei Kindern nicht zuzumuten, unter den Sträuchern nach Eier-Verstecken zu suchen. Zu „eklig“ sei das, hieß es damals.

Anwohner macht seinem Ärger Luft

Erst vor Kurzem hat ein Anwohner seinem Ärger auf Facebook Luft gemacht. Es falle auf, dass der Hundkot im Heideblümchenpark wieder stark zunehme. Außerdem gebe es Hundebesitzer, die ihre Vierbeiner auf der Wiese tiefe Löcher buddeln ließen. Keine paradiesischen Zustände in der kleinen Grünoase.

Thomas Göcke organisiert seit vielen Jahren den Martinsumzug. Er kennt das Hundekot-Problem. „Es ist wirklich eine Frechheit“, berichtet er. Als er mit Helfern für die Veranstaltung aufbaute, habe ein Auto mit Dortmunder Kennzeichen angehalten. Dann seien zwei große Hunde frei auf die Wiese gelaufen. Entsprechende Hinterlassenschaften waren die Folge. „Bei so großen Hunden traut man sich gar nicht, etwas zu sagen“, so Göcke.

„Wir leben mit dem Problem“

Damit der Martinsumzug am Sonntag, 10. November, wieder wie gewohnt stattfinden kann, trifft Thomas Göcke Vorkehrungen: Er lässt vorher den Rasen von einem Landschaftsgärtner mähen. Dann ist auch die Fläche vom Hundekot gereinigt. „Wir leben mit dem Problem“, erklärt er. Göcke möchte aber nicht alle Hundebesitzer über einen Kamm scheren. Die meisten beseitigten gewissenhaft die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge. Einige aber eben auch nicht.

Ein Förderverein mit 125 Mitgliedern hat die Pflege des Parks übernommen. Seit 18 Jahren kümmern sich Ehrenamtliche auch um die Instandhaltung. Auch sie leben mit dem Problem.

Thomas Göcke hat als Kind schon im Heideblümchenpark gespielt. Er ist in der Nähe groß geworden. Deshalb sprang er auch seinerzeit ein, als der große Martinsumzug auf der Kippe stand. „Ich freue mich jedes Jahr, wenn ich in die strahlenden Kinderaugen schaue oder wenn uns die Herrschaften im Coldinne Stift vom Fenster aus zuwinken“, so Göcke.

Erlös kommt der Jugend zugute

Viele Vereine und Unterstützer helfen ihm. Es steht noch nicht ganz fest, aber wahrscheinlich beginnt der Umzug am Sonntag, 10. November, um 18 Uhr. Die Bäckerei Kanne wird wieder die alte Kutsche für den Brezelverkauf zur Verfügung stellen. Das Familienzentrum Nord bastelt schon 90 Laternen.

Der Erlös der Veranstaltung kommt wie in jedem Jahr der Jugend der Vereine zugute.

Lesen Sie jetzt