Am 27. zählt‘s: Das ist bei der Stichwahl in Lünen wichtig

Kommunalwahlen in Lünen

Rainer Schmeltzer oder Jürgen Kleine-Frauns? Marco Morten Pufke oder Mario Löhr? Beide Fragen sollen die Wählerinnen und Wähler am 27.9. mit ihren Stimmen beantworten.

Lünen

15.09.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
An die Wahlurne dürfen die Lüner am 27. September wieder. Dann wird entschieden, wer Bürgermeister in Lünen und Landrat im Kreis Unna wird.

An die Wahlurne dürfen die Lüner am 27. September wieder. Dann wird entschieden, wer Bürgermeister in Lünen und Landrat im Kreis Unna wird. © Fröhling

Nach der Wahl ist vor der Stichwahl: Am Tag nach den Kommunalwahlen haben im Rathaus in Lünen die Vorbereitungen für die Stichwahlen am Sonntag, 27. September, begonnen. Das teilte die Stadt jetzt mit.

In der Stichwahl treten Rainer Schmeltzer (SPD) und Jürgen Kleine-Frauns (kandidiert aus dem Amt heraus, GFL-Mitglied) gegeneinander um das Amt des Bürgermeisters von Lünen an. Schmeltzer kam am Wahlsonntag auf 40,85 Prozent der Stimmen, Kleine-Frauns erreichte 36,72 Prozent.

Stichwahl auch bei Landrats-Entscheidung

Außerdem können die Wählerinnen und Wähler entscheiden, ob Mario Löhr (SPD) Landrat wird oder Marco Morten Pufke (CDU) ins Kreishaus einzieht. Hier war der Abstand am Sonntagabend deutlicher: Während Löhr, noch amtierender Bürgermeister von Selm, 41,12 Prozent der Stimmen erhielt, kam der CDU-Kreisverbandsvorsitzende Pufke auf 27,56 Prozent.

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Zunächst müssen allerdings der Gemeindewahlausschuss der Stadt Lünen sowie der Kreiswahlausschuss das amtliche Endergebnis feststellen. Beide Ausschüsse tagen am Mittwoch, 16. September. „Wir hoffen, dass wir schon am Freitag die ersten Stimmzettel in der Hand halten und mit dem Versand der Unterlagen an die Briefwählerinnen und Briefwähler beginnen können“, sagte der Lüner Wahlleiter Horst Müller-Baß am Montag. Auch das Briefwahlbüro im Lükaz wolle die Stadt wieder anbieten. Wann es öffnen wird, hängt davon ab, wann die Stimmzettel eintreffen.

Keine neue Wahlbenachrichtigung für die Stichwahl in Lünen

Die Stadt weist darauf hin, dass die Wählerinnen und Wähler in Lünen für die Stichwahl keine neue Wahlbenachrichtigung erhalten. Die Wahlbezirke und die Wahlräume bleiben die gleichen wie bei der Wahl am 13. September. Trotz der langen Schlangen wegen der deutlich reduzierten Anzahl der Wahlbezirke hatte die Stadt bereits erklärt, das beibehalten zu wollen.

Wer Briefwahl beantragt hat und sich nicht aktiv dagegen entschieden hat, auch zur Stichwahl Briefwahlunterlagen zu erhalten, muss nichts tun: Die Unterlagen zur Stichwahl kommen automatisch nach Hause. Im Online-Antrag war das voreingestellt: Nur, wer das Häkchen aktiv entfernt hat, bekommt keine Unterlagen für die Stichwahl nach Hause geschickt. Beim Papier-Antrag waren drei Häkchen zu setzen – eines davon löst den Stichwahl-Briefwahlantrag aus. Wer den Absatz mit den drei Kästchen übersehen hat und dort gar nichts ausgewählt hat, bekommt automatisch alle Unterlagen, auch die für die Stichwahl.

Wer im Lükaz vor Ort gewählt hat, musste sich entscheiden. Wer dort aber auf Nachfrage nicht explizit darauf verzichtet hat, bekommt die Unterlagen für die Stichwahl ebenfalls vor der Wahl nach Hause zugestellt.

Wählerinnen und Wähler, die am 13. September im Wahlraum gewählt haben, aber bei der Stichwahl am 27. September per Brief wählen möchten, müssen einen entsprechenden Antrag stellen. Das geht beispielsweise online unter www.luenen.de/wahlschein.
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