Angehörige für die Bewältigung des Alltags schulen

Umgang mit Demenz

Der Initiativkreis Altenarbeit hat eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen. Autrakt ist eine Veranstaltung zum Thema Demenz. Dabei stehen Hinweise zum praktischen Umgang mit Demenz-Kranken im Mittelpunkt.

LÜNEN

von Von Beate Rottgardt

, 21.10.2011, 14:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Laden zur Infoveranstaltung über Demenz ein: (v.l.) Markus Siegmann, Lydia Müller, Dr. Susanne Streich und Klaus Heubel.

Laden zur Infoveranstaltung über Demenz ein: (v.l.) Markus Siegmann, Lydia Müller, Dr. Susanne Streich und Klaus Heubel.

Der Initiativkreis Altenarbeit Brambauer lädt zu dieser Informationsveranstaltung für Montag, 7. November, ein.  Um 16 Uhr ist Detlef Rüsing, Leiter des Dialogzentrums Demenz an der Uni Witten-Herdecke, in der Klinik am Park zu Gast. Er spricht über den Umgang mit dementiell Erkrankten und beantwortet auch gern entsprechende Fragen der Zuhörer. Der Eintritt ist frei.

„Er ist ein exzellenter Referent aus der Praxis, examinierter Altenpfleger, der dann noch den akademischen Weg eingeschlagen hat“, so Lydia Müller vom gleichnamigen Pflegedienst. Rüsing mache sich vor allem für frisch Erkrankte stark. Die Klinik am Park finanziert den Referenten und stellt auch den Konferenzsaal im Erdgeschoss für die Veranstaltung zur Verfügung. „Es ist ein spannendes Thema, das viele Menschen angeht“, betonte Klaus Heubel von der Klinik am Park. Die Angehörigen müssten lernen, Risiken abzuwägen, für eine gewisse Konstanz im Alltag zu sorgen, mit dem großen Bewegungsdrang der Kranken klar zu kommen. Rituale seien besonders wichtig.

„Wichtig bei solchen Veranstaltungen ist auch, dass die Betroffenen merken, sie sind nicht alleine mit der Krankheit“, erklärt Markus Siegmann vom Pflegestützpunkt. Denn das Problem sei oft, so Lydia Müller, dass sich die pflegenden Angehörigen regelrecht aufopfern, weil sie keine Hilfe annehmen wollen oder gar nicht wissen, welche Entlastungsmöglichkeiten es gibt. Die Veranstaltung ist Auftakt einer ganzen Reihe, zu der der Initiativkreis einlädt. Heubel: „Wir denken an etwa drei Veranstaltungen jährlich. Die nächste soll im Februar/März stattfinden.“ Dann könnten Themen wie Diabetes oder „Pflegebedürftig – was nun“ behandelt werden.

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