Angeklagter bestreitet Raub mit vorgehaltenem Messer

Landgericht Dortmund

Es müssen dramatische Szenen gewesen sein: Vor dem Dortmunder Landgericht hat am Mittwoch der Prozess gegen einen 37-jährigen Mann aus Werne begonnen, der in Lünen eine junge Frau überfallen und ausgeraubt haben soll. Zum Prozessauftakt wies der Angeklagte die Vorwürfe jedoch zurück: "Alles gelogen."

LÜNEN

23.03.2011, 12:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bei einer Verurteilung müsste der Angeklagte für mindestens fünf Jahre hinter Gitter.

Bei einer Verurteilung müsste der Angeklagte für mindestens fünf Jahre hinter Gitter.

Es war der Abend des 13. September 2010, als der Raubüberfall passiert sein soll. Tatort war laut Anklge die Fichtestraße in Lünen. Der 37-Jährige soll sein späteres Opfer auf der Straße angesprochen und gebeten haben, ihm einen 50-Euro-Schein zu wechseln. Als die Frau zu ihrem Portemonnaie griff, zückte der 37-Jährige angeblich ein Messer, hielt es seinem Opfer an den Hals. Die Beute soll sich auf 250 Euro belaufen haben.Zur Tatzeit nicht in Lünen Vor Gericht ging der Angeklagte jedoch sofort in die Offensive. "Das stimmt alles nicht", sagte der Mann aus Werne im Prozess. "Das ist eine erfundene Sache." Er habe sich zur Tatzeit überhaupt nicht in Lünen befunden. Die Frau kenne er aus dem Drogenmilieu, wahrscheinlich wolle sie ihm nur eins auswischen. Das mutmaßliche Opfer konnte zum Prozessauftakt noch nicht vernommen werden. Die 23-jährige Frau war zu ihrer Zeugenvernehmung nicht erschienen. Jetzt soll sie mit der Polizei gesucht und geholt werden. Für den Angeklagten geht es im Prozess auf jeden Fall um viel: Die Mindeststrafe beträgt fünf Jahre Haft.

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