Angeklagter beteuert: „Weiß nicht, woher kinderpornografische Bilder kamen“

Amtsgericht

Schreckliche Bilder, auf denen zum Teil kleine Kinder missbraucht wurden, stellte die Polizei auf dem Computer eines Lüners sicher. Woher sie stammen, will der 41-Jährige nicht wissen.

von Sylvia Mönnig

Lünen

, 27.11.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Angeklagter beteuert: „Weiß nicht, woher kinderpornografische Bilder kamen“

Auf dem Computer eines 41-jährigen Lüners waren kinder- und jugendpornografische Bilder gefunden worden. © picture alliance/dpa

Bei einer Durchsuchung stellte die Polizei in der Wohnung eines Lüners einen Computer mit kinder- und jugendpornografischen Bildern sicher. Im Prozess beteuerte der 41-Jährige nun, er wisse nicht, wie die Fotos auf den PC gekommen seien.

Im Sommer vergangenen Jahres konfiszierten die Ermittler den Rechner. Die Auswertung der darauf abgespeicherten Daten ergab insgesamt 18 kinder- und jugendpornografische Bilder, die zum Teil den massiven Missbrauch kleiner Kinder zum Inhalt hatten.

PC habe in seiner damaligen Firma gestanden

Nun befasste sich das Amtsgericht mit dem Fall und der angeklagte Lüner versicherte sofort: „Ich weiß nicht, wie das da drauf gekommen ist.“ Der PC sei sehr alt und habe früher in seiner damaligen Firma gestanden. Dort hätten auch Aushilfen Zugriff darauf gehabt. Also habe vielleicht ein Anderer diese Fotos runtergeladen. Eventuell sei er es auch selbst gewesen - versehentlich und in einem Daten-Paket.

„Dass solche Dinge auf den Rechner gezaubert werden, ist gewöhnlich nicht nachvollziehbar“, betonte die Richterin und fügte hinzu: „Wir werden das nachvollziehen müssen.“ Zumal der Lüner ja selbst ein Kind habe. Das Verfahren wurde ausgesetzt und wird im Februar neu aufgerollt. Ein Gutachten soll bis dahin klären, wann die Dateien hochgeladen und ob sie geöffnet wurden.

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