Angeklagter gesteht sieben Einbrüche in Lünen und Dortmund

mlzProzess vor dem Landgericht

Ein 52-jähriger Mann hat vor dem Dortmunder Landgericht sieben Einbrüche in Lünen und Dortmund gestanden. Bei seinen Taten hatte er es in der Regel auf wertvolle Münzsammlungen abgesehen.

Lünen

, 28.01.2019, 15:49 Uhr / Lesedauer: 1 min

Unmittelbar nach Verlesung der Anklageschrift ließ der Angeklagte über seinen Verteidiger Jan-Henrik Heinz erklären: „Alles, was der Staatsanwalt vorgelesen hat, ist richtig." Die Taten in den Jahren 2012, 2017 und 2018 habe der 52-Jährige in der Regel allein begangen. Eine lange Planung habe es zuvor nicht gegeben.

Hilfsarbeiter auf dem Bau

Der Angeklagte wurde im Kosovo geboren, hält sich aber schon seit vielen Jahren in Deutschland auf. In den Sommermonaten ging es ihm in der Regel finanziell nicht schlecht. „Da fand er Arbeit auf verschiedenen Baustellen", so Verteidiger Heinz. Sämtliche Tätigkeiten seien jedoch illegal erfolgt. Abrechnungen oder gar Steuerzahlungen habe es keine gegeben.

Wenn im Winter dann die Arbeit auf den Baustellen zum Erliegen kam, suchte sich der heute 52-Jährige andere Wege, um an Geld zu gelangen. Angeblich fuhr er tagsüber ziellos durch die Gegend und hielt nach lohnenswerten Einbruchsobjekten Ausschau. Im Dunkeln schlug er dann zu.

Einmal von Bewohner überrascht

“Wenn in der Wohnung kein Licht brannte, bin ich reingegangen", sagte der 52-Jährige den Richtern. Dass er an der Unionstraße in Dortmund einmal von einem Bewohner überrascht wurde, der sich im Dunkeln in der Wohnung aufhielt, sei also nichts als Zufall gewesen. In einem anderen Fall dürfte auch Licht gebrannt haben. Da räumte er an der Heinrichstraße in Lünen eine Wohnung leer (Beute: Schmuck und Bargeld im Wert von über 13.000 Euro), während die gehbehinderte Bewohnerin im Nachbarzimmer war.

Beute in Dortmund versetzt

Bei den insgesamt sieben Beutezügen ließ der Angeklagte neben Bargeld und Schmuck auch immer wieder wertvolle Münzsammlungen mitgehen. Diese versetzte er anschließend in der Dortmunder Nordstadt. „In einschlägigen Gaststätten, auf der Straße oder am Kiosk", wie Verteidiger Heinz erklärte.

Nach seinem frühen Geständnis darf der 52-Jährige nun wohl auf Entgegenkommen der Richter hoffen. Dennoch erwartet ihn eine mehrjährige Haftstrafe. Der Prozess wird fortgesetzt.

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