Angeklagter holte Beute mit dem Dienst-LKW ab

Einbruchserie

LÜNEN Jetzt ist es raus: Ein langjähriger Angestellter der Dortmunder Straßenreinigung (EDG) hat doch noch zugegeben, seinen Verdienst durch nächtliche Einbrüche in Lünen, Selm und vielen anderen Orten aufgebessert zu haben.

von Von Jörn Hartwich

, 01.10.2009, 18:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Landgericht verhängte eine Haftstrafe von drei Jahren und zehn Monaten.

Das Landgericht verhängte eine Haftstrafe von drei Jahren und zehn Monaten.

Auf die Diebestouren soll ihn sein langjähriger Freund und jetziger Mitangeklagter gebracht haben. Während der Mann aus Lünen die Einbrüche verübte, fuhr der Dortmunder den Wagen oder stand Schmiere. Einmal saß er sogar mit einer Weinflasche an einer Bushaltestelle. „Ich habe da den Penner gemimt“, sagte der 48-Jährige.

Die erste Fahrt ging zur Parteizentrale der Lüner SPD. Die anderen Tatorte waren Kindergärten, Pfarrhäuser oder Schulen. Manchmal holte der 48-Jährige die Beute auch mit seinem Dienst-Lkw ab. Kündigung Angst hatte er damals nicht. Umso größer war der Schock, als ihm die Fahnder auf die Schliche kamen.  Nach der Festnahme folgte die Kündigung. „Das war das Schlimmste, was mir je passieren konnte“, sagte der Angeklagte.  Der Prozess wird fortgesetzt.  

 

 

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