Amtsgericht

Angeklagter in Abwesenheit wegen Diebstahls in Lünen verurteilt

Der geplante Diebstahl klappte nicht. Und auch der Plan, nicht vor Gericht zu erscheinen, half einem 34-Jährigen nicht. Verurteilt wurde er trotzdem.
Der Angeklagte wollte in den Nettomarkt an der Münsterstraße einbrechen. © Foto: Althoff (A)

Lebensmittel und Zigaretten waren offenbar das Ziel eines Lüners, als er im April versuchte, sich Zugang zu einem Supermarkt zu verschaffen. Die Polizei machte ihm nicht nur einen Strich durch die Rechnung, sondern fand auch noch ein Messer bei ihm. Vor Gericht erschien er nun nicht. Eine Strafe gab es trotzdem.

Mit einem Backstein, so der Vorwurf, schlug der 34-Jährige in der Nacht auf den 5. April die Fensterscheibe eines Supermarktes an der Münsterstraße ein. Als er dann gerade im Vorraum versuchte die Schiebetür mit einem Besenstiel zu öffnen erschien die Polizei.

Messer in der Hosentasche

Er wurde festgenommen und dabei offenbarte sich, dass der obdachlose Lüner ein Messer in der Hosentasche mit sich trug. Den Beamten gegenüber räumte er ein, dass er Lebensmittel und Zigaretten habe klauen wollen. Darüber hinaus erklärte er offenbar, dass es ihm im Grunde egal sei, ob er festgenommen werde. Dann hätte er wenigstens einen Platz zum Schlafen.

Nun hätte der Mann, der strafrechtlich zuvor noch nicht in Erscheinung getreten war, wegen versuchten Diebstahls mit Waffen im Amtsgericht auf der Anklagebank sitzen sollen.

Von ihm fehlte allerdings jede Spur und der Polizist, der als Zeuge geladen war, musste ungehört entlassen werden. Der Fall endete dann mit einem Strafbefehl: 900 Euro Geldstrafe.

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