Angeklagter leugnet Vorwürfe

Jugendschöffengericht

Mindestens 20 Mal soll Mohamed I. einen 16-Jährigen bedroht und geschlagen haben. Im März dieses Jahres hatte der Angeklagte ein Fahrrad an den 16-jährigen Kevin verliehen. Dem war das Rad abhanden gekommen. Am Donnerstag begann der Prozess.

LÜNEN

von Von Heinrich Höckmann

, 27.10.2011, 14:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mohamed I. soll einen 16 jährigen bedroht und geschlagen haben.

Mohamed I. soll einen 16 jährigen bedroht und geschlagen haben.

Gleich zu Beginn kündigte die Verteidigung eine Einlassung ihres Mandanten an. Das nährte die Hoffnung des Vorsitzenden Richters, zunächst noch den Prozess zum Ende zu bringen. Denn der Hauptzeuge war nicht erschienen. Der wohnt seit kurzem bei seinem Vater in Hannover. Doch das angekündigte Geständnis des Angeklagten fiel dann eher mager aus. Nur zögerlich antwortete auf die Fragen des Richters. Den Besitz eines Butterflymessers räumte er ein. Ihm sei nicht bewusst gewesen, dass die verboten seien. Die Körperverletzung gegen Kevin will er nicht begangen haben. Das seien andere gewesen. Auf Nachfrage des Richters gibt er an, das mitbekommen aber nicht gesehen zu haben.

Etwas genervt bat der Verteidiger um eine kurze Verhandlungspause, um danach eine Erklärung für seinen Mandanten abzugeben. Man habe Kevin unter Druck setzen wollen, ihn geschubst und gegen die Schulter geschlagen. Das Fahrrad habe einem Freund gehört, der nach Spanien gezogen sei. Er habe es nur in Verwahrung gehabt. Die Befragung von zwei Zeugen war auch nicht erhellend, sie waren wohl dem Freundeskreis des Angeklagten zuzuordnen, so dass der Richter den Prozess vertagte, um den Zeugen Kevin zu hören.  

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