Der Angeklagte wird von Detlev Ströcker aus Münster verteidigt. © Martin von Braunschweig
Landgericht Dortmund

Angeklagter soll Frau auf Hundetrainingsplatz vergewaltigt haben

Der Hundeplatz des MV Westick in Niederaden soll im August 2020 Tatort eines Sexualverbrechens gewesen sein. Seit Donnerstag beschäftigt der Fall das Dortmunder Landgericht.

Die Staatsanwaltschaft hat einen 40-jährigen Mann aus Münster wegen Vergewaltigung angeklagt. Am 27. August soll er eine Frau am Bahnhof in Kamen abgeholt und zum Hundeplatz des MV Westick gefahren haben. Dort kam es dann laut Anklage zu einem sexuellen Übergriffen gegen den Willen des Opfers.

Kontakt nach Kleinanzeige

Die Frau soll sich zuvor auf eine Online-Kleinanzeige gemeldet und sich für einen Gelegenheitsjob beworben haben. Als sie dem Mann im Auto offenbar davon berichtete, dass sie Psychologie studiere, soll dieser sofort hellhörig geworden sein.

„Ich bin auch Psychologe und ich glaube, du hast in der Vergangenheit schlechte sexuelle Erfahrungen gemacht.“ Mit diesen Worten soll der 40-Jährige die Frau bedrängt haben. Wenig später kam es dann laut Anklage vor dem Vereinsheim des Hundeplatzes zur Vergewaltigung.

Beteiligte führen Rechtsgespräch

Unmittelbar nach Verlesung der Anklageschrift zogen sich die Richter, die Staatsanwältin und Verteidiger Detlev Ströcker am Donnerstag zu einem Rechtsgespräch zurück. Darin wollten sie die Möglichkeiten ausloten, den Prozess schnell und unkompliziert über die Bühne zu bringen.

Für das mutmaßliche Opfer wäre das wohl eine Erlösung. Die Frau soll tatsächlich schon im Kindesalter sexuell missbraucht worden sein.

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