Die Anmeldungen für die Gesamtschulen, hier die Geschwister-Scholl-Gesamtschule, sind in diesem Jahr erstmals vorgezogen worden. Die Zahlen liegen jetzt vor. © Rottgardt (A)
Weiterführende Schulen

Anmeldung an Gesamtschulen: Eine Schule muss 92 Kinder abweisen

Erstmals ist in Lünen die Anmeldung zur weiterführenden Schule für die beiden Gesamtschulen vorgezogen worden. Viele Wünsche erfüllten sich nicht: Eine Schule musste 92 Kinder abweisen.

Wie es nach der vierten Klasse für die Schülerinnen und Schüler weitergeht, weiß zurzeit nur ein kleiner Teil in Lünen. Erstmals hat die Stadt das vorgezogene Anmeldeverfahren beantragt. Eltern konnten schon ab 4. Februar ihre Kinder an der Käthe-Kollwitz- oder Geschwister-Scholl-Gesamtschule anmelden. Vom 15. bis 26. Februar sind jetzt die Anmeldetermine für Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien.

Das gestaffelte Verfahren habe den Eltern viel Druck genommen, hat Christian Gröne, Leiter der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (GSG), aus Gesprächen erfahren. Denn an seiner Schule konnten viele Wünsche nicht berücksichtigt werden. Von 200 Anmeldungen (im Vorjahr 206) mussten 92 Schülerinnen und Schüler an andere Schulen verwiesen werden. Die GSG kann in vier Klassen nur maximal 108 Kinder aufnehmen. Die nicht berücksichtigten Schülerinnen und Schüler müssen sich nun im normalen Anmeldeverfahren an anderen Schulen anmelden.

Alternative gleich abgefragt

Wie Stadtsprecher Benedikt Spangardt auf Nachfrage der Redaktion mitteilt, seien alle Eltern, die ihr Kind an der GSG angemeldet haben, schon gleich gefragt worden, ob sie es im Falle einer Ablehnung alternativ auch an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule (KKG) anmelden würden. Ein Teil habe diese Option gewählt. „Von diesen Kindern mussten 30 tatsächlich an der GSG abgelehnt werden“, so Spangardt. Ihnen sei ein Platz an der KKG zugesagt worden. Diese Eltern seien von der KKG zur Anmeldung eingeladen worden. Bis Mittwoch (17.2.) hätten 16 die Einladung angenommen.

An der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule wurden diesmal weniger Kinder angemeldet als im Vorjahr.
An der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule wurden diesmal weniger Kinder angemeldet als im Vorjahr. © Niehaus (A) © Niehaus (A)

An der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule wurden in der ersten Woche 129 Kinder (Vorjahr 172) angemeldet. Hinzu kommen jetzt die 30 Schülerinnen und Schüler der GSG. Laut Spangardt habe auch die Gesamtschule in Lünen-Süd 15 Kinder abgewiesen. Sie kamen aus Dortmund. Man wollte aber Platz für die 30 Lüner Schülerinnen und Schüler schaffen.

Festgelegte Auswahlkriterien

Nach welchen Kriterien Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen angenommen werden, ist in der Ausbildungs- und Prüfungsordnung Sekundarstufe I (APO-S I) festgeschrieben. Dabei geht es um Geschwisterkinder, ein ausgewogenes Verhältnis von Jungen und Mädchen sowie unterschiedlicher Muttersprache. Schulwege spielen eine Rolle wie auch die Nähe der zuletzt besuchten Grundschule. An Gesamtschulen geht es auch um unterschiedliche Leistungsfähigkeit (Leistungsheterogenität). Bei gleichen Voraussetzungen kann auch das Los angewandt werden.

Schulleiter Christian Gröne jedenfalls wertet das vorgezogene Anmeldeverfahren als Erfolg. Gut angekommen bei den Eltern sei auch die persönliche Terminvergabe über ein Online-Tool.

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Magdalene Quiring-Lategahn

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