Anziehende Hilfe seit 20 Jahren

Kleiderkammer

LÜNEN Langer Atem, großes Herz und fleißige Hände: Die Kleiderkammer der katholischen Kirchengemeinde Herz-Mariä hat in den 20 Jahren ihres Wirkens Hunderten, wenn nicht Tausenden, von Bedürftigen geholfen. Dabei ist sie neben dem christlichen Antrieb, anderen Menschen zu helfen, auch dem politischen Pendelschlag gefolgt.

von Von Karl-Heinz Knepper

, 13.10.2009, 16:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Über das 20 jährige Bestehen der Kleiderkammer freuen sich die Helfer, unter ihnen die Gründer Gertrud Thiedmann, Alwine Winkelmann und Paul Glatz.

Über das 20 jährige Bestehen der Kleiderkammer freuen sich die Helfer, unter ihnen die Gründer Gertrud Thiedmann, Alwine Winkelmann und Paul Glatz.

Als 1992 von der Stadt Lünen über 70 bosnische Flüchtlinge im Übergangswohnheim in Niederaden untergebracht wurden, rollte die zweite Nachfrage-Welle auf die Kleiderkammer zu. „In Aufrufen an die Bevölkerung haben wir zu Spenden aufgerufen, die Resonanz war enorm“, erzählt Alwine Winkelmann. Im Schulterschluss mit der evangelischen Kirchengemeinde und dem dort gegründeten Partnerschaftskreis Bosnien-Flüchtlinge hat die Kleiderkammer bei der Unterstützung von Armen eine große Rolle gespielt.

„Heute“, sagt der 85-jährige Paul Glatz, der gemeinsam mit Alwine Winkelmann und Gertrud Thiedmann zu den Initiatoren der Kleiderkammer zählt, „kommen praktisch Bedürftige aus ganz Lünen zur Ausgabe der Sachen.“ Ausgabe ist an jedem zweiten Dienstag im Monat ab 9 Uhr im Pfarrheim von Herz-Mariä. Wer gut erhaltenes Gebrauchtes spenden möchte, kann das immer am zweiten Montag des Monats ab 9 Uhr im Pfarrheim tun. Das 20-jährige Bestehen feiern die ca. zehn treuen Helfer und Helferinnen mit einem gemeinsamen Frühstück am 25. Oktober.

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