Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit in Lünen: Prognose für steigende Zahlen im Lockdown

In Lünen waren im Dezember weniger Menschen arbeitslos. Das Niveau bleibt aber hoch. Der Chef der Agentur für Arbeit prognostiziert im Januar steigende Zahlen durch den Lockdown.
In Lünen gibt es weiterhin mehr Arbeitslose als noch im Vorjahr. Aber es gibt auch gute Nachrichten. © picture alliance/dpa

Zwar waren im Dezember 2020 in Lünen 25 Menschen weniger arbeitslos als im November. Schaut man aber auf die Vorjahreszahlen, sind die Folgen der Corona-Pandemie deutlich zu erkennen.

Waren im Dezember 2019 noch 4208 Menschen arbeitslos (9,2 Prozent), sind es im Dezember 2020 nun 4653 (10,1 Prozent).

Im Kreis Unna sank der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 88 auf 16.031. Im Vergleich zu Dezember 2019 stieg die Arbeitslosigkeit um 2.016 (+14,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote stagnierte bei 7,5 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 6,6 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt hat sich auch in den vergangenen vier Wochen aufnahmefähig gezeigt und so ging, trotz Lockdowns und unsicherer Planungsgrundlage für die Unternehmen, die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Unna weiter zurück“, sagt Agenturchef Thomas Helm zu den aktuellen Entwicklungen.

Mehr Arbeitslose für Januar prognostiziert

Insgesamt lasse die Dynamik jedoch allmählich nach, was sich an sinkenden Abgängen in Arbeit zeige: „Diesen Effekt haben wir bereits während des ersten Lockdowns im Frühjahr beobachtet.“

Für die ersten Monate des neuen Jahres geht der Arbeitsmarktexperte zunächst von steigenden Arbeitslosenzahlen aus: „Bisher ist nicht erkennbar, ab wann die volle wirtschaftliche Tätigkeit wieder aufgenommen werden kann“, so Helm. Der derzeitige Lockdown wurde am Mittwoch (05.01.) bis Ende Januar verlängert.

Hinzu kämen das Winterwetter und die allgemein im Winter eher nachlassende Einstellungsbereitschaft der Unternehmen.

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