Arbeitslosigkeit in Lünen steigt - aber im Kreis-Vergleich nur gering

Zahlen für Dezember

Im Dezember ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat gestiegen. Das ist jedoch im Winter nicht unüblich. Im Vergleich zu vielen anderen Kommunen des Kreises steht Lünen gut da.

Lünen

03.01.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Arbeitslosigkeit in Lünen steigt - aber im Kreis-Vergleich nur gering

Die Agentur für Arbeit hat die Arbeitslosenzahlen für Dezember veröffentlicht. © dpa

„Im Dezember hat der Winter die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna saisontypisch gedrosselt und für steigende Arbeitslosenzahlen gesorgt“, fasst Thomas Helm, Leiter der für Unna zuständigen Agentur für Arbeit Hamm, die Entwicklungen der letzten Wochen zusammen.

So stieg die Zahl der Arbeitslosen im Dezember nicht nur im Kreis Unna (14.015/+317), sondern auch in Lünen. Hier stieg die Zahl um 1,3 Prozent auf 4208 Arbeitslose. Damit liegt Lünen weiter bei einer Arbeitslosenquote von deutlich unter 10 Prozent, nämlich bei 9,2 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 9,5 Prozent und damit auch höher.

Niedrigster Anstieg in Lünen

Damit verzeichnet Lünen den prozentual niedrigsten Anstieg, danach folgen Werne (+1,5 Prozent bzw. 11 auf 741), Kamen (+2,5 Prozent bzw. 38 auf 1546), Unna (+3,1 Prozent bzw. 55 auf 1809). Bessere Werte als Lünen hat nur Schwerte, wo die Arbeitslosigkeit um 0,1 Prozent zurückging.

„Auffällig und wintertypisch“ ist laut Thomas Helm auch der Rückgang an offenen Stellen. Dieser falle sowohl im Vergleich zu November als auch zu Dezember 2018 sehr deutlich aus: „Noch ist es jedoch zu früh, zuverlässige Prognosen für das nächste Jahr zu stellen, denn klassischerweise laufen zum Jahresende viele Arbeitsverträge aus, die im Frühjahr bei anziehender Auftragslage oft in Neueinstellungen münden.

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