Auf der Suche nach Gefahrenstellen

Straßenüberwachung

Andreas Wache hat den Kontrollblick. Im Dienst sind seine Augen meist auf den Boden fixiert. Der 46-Jährige spürt Gefahrenquellen auf. Als Straßenüberwacher der Stadt Lünen ist er täglich zu Fuß oder per Fahrrad unterwegs - und hat immer etwas zu melden.

LÜNEN

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 23.03.2011, 14:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der kleine Computer ist für Straßenkontrolleur Andreas Wache ein wichtiges Werkzeug: Hier gibt er direkt die Straßenschäden ein.

Der kleine Computer ist für Straßenkontrolleur Andreas Wache ein wichtiges Werkzeug: Hier gibt er direkt die Straßenschäden ein.

Beispiel Fußgängerzone. Busse und Kehrmaschinen sind Waches "größte Feinde". Die Mehrtonner drücken Rinnen in den Belag, die Saubermacher fegen Steine heraus. "Jeden zweiten Tag sind Schäden da", sagt Wache. Diesmal sind es lockere Steinflächen vor dem dm-Markt in der Lange Straße.

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Straßenüberwachung

Andreas Wache ist als Straßenüberwacher täglich südlich der Lippe unterwegs. Asphaltdecken, Pflasterstreifen oder ungesicherte Baustellen: Der 46-Jährige spürt Gefahrenquellen auf.
23.03.2011
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Schnell wursind den die losgelösten Pflastersteine vor dem dm-Markt in der Fußgängerzone wieder repariert worden. Andreas Wache hatte den Schaden bei seinem Rundgang entdeckt.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Der kleine Computer ist für Straßenkontrolleur Andreas Wache ein wichtiges Werkzeug: Hier gibt er direkt die Straßenschäden ein.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Diese Schäden in der Graf-Adolf-Straße sind an die Ingenieure bei der Stadt weitergelietet worden. Sie gelten noch nicht als Unfallgefahr.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Hier waren wohl Jugendliche am Werk. Sie hatten eine Bake zur Absicherung einer ramponierten Treppenstufe hinter dem Rathaus umgeworfen.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Eine andere Bake landete im Wasser. Andreas Wache benachrichtigt den Bauhof.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Ein Lastwagen hat den Pfosten an der Mauerstraße 48c gestreift. Hier muss sofort gehandelt werden.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Diese Situation in der Mauerstraße ist gefährlich und muss sofort behoben werden.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
An der Lange Straße 69 hat sich der Klinker gesenkt. Das ist zumindest eine Stolperkante.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Im seinem Büro im Rathaus bearbeitet Andreas Wache die Straßenschäden.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
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Andreas Wache alarmiert die Wirtschaftsbetriebe (WBL), die zur Reparatur anrücken. In seinem Hand-Computer verwaltet er vor Ort die Mängelfälle - und wird auch schon mal für einen Knöllchenschreiber gehalten. Ihn interessieren nicht die kosmetischen Blessuren einer Straße, sondern die Gefahrenstellen. Und die sind genau definiert. Drei bis vier Zentimeter hochstehendes oder abgesackte Pflaster tolerieren die Richter nicht, bei Straßen sind es um die fünf Zentimeter.Absperrbaken und Pflastersteine Hinter dem Rathaus ist eine Bake zur Absicherung einer lockeren Treppenplatte Richtung Parkplatz abgeknickt, eine andere liegt in einem Hochbeet voller Wasser. Auch dafür ist Wache zuständig. Jetzt telefoniert er mit dem Bauhof. Die Mitarbeiter werden die Baken wieder aufrichten.

Weiter geht es durch die City: In der Bäckerstraße hat sich Pflaster verdichtet und ist gesackt. Wache will prüfen, ob hier noch eine Firma in der Gewährleistung ist. Jetzt ist das Altstadtviertel dran. Hier findet sich häufig unterhöhltes Pflaster. Diesmal war es ein Lastwagen, der in der Mauerstraße einen Pfosten krumm gefahren hat. Drumherum liegen Steine. Das muss schnell behoben werden.  

Andreas Wache hat alles im Blick und im Griff. "Manchmal", verrät er, könne er auch in seiner Freizeit die Augen nicht vom Boden lassen. Dann fielen ihm sogar in fremden Städten Schäden auf, und die seien oft gravierender als in Lünen.

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