Auszeichnung geht an Lüner Initiative gegen Armut

Heinrich-Bußmann-Preis

Große Ehre für Dr. Ulrich Weber und seine Lüner Initiative gegen Globale Armut (LIGA): Mittwochabend wurde er mit dem Heinrich-Bußmann-Preis ausgezeichnet. Eine Auszeichnung, mit der die Lüner SPD seit 1994 verdiente Persönlichkeiten und Organisatoren auszeichnet.

LÜNEN

, 28.01.2016, 17:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Preisträger Dr. Ulrich Weber (2.v.l.), zusammen mit (v.l.) Laudator Alfred Buß, Stefanie Lippelt, Daniel Wolski (beide SPD) und dem Juryvorsitzendem Prof. Dr. Ludwig Bußmann.

Preisträger Dr. Ulrich Weber (2.v.l.), zusammen mit (v.l.) Laudator Alfred Buß, Stefanie Lippelt, Daniel Wolski (beide SPD) und dem Juryvorsitzendem Prof. Dr. Ludwig Bußmann.

Wir haben mit dem Preisträger ein kurzes Interview gemacht, das Sie sich hier anhören können.

Zu Beginn der Veranstaltung lauschten die zahlreich gekommenen Besucher der stilvollen musikalischen Eröffnung von Katharina und Ulrike Kleber, die mit dem Song „What A Wonderful World“ keinen besseren Bezug auf den Preisträger und seine Vereinigung hätte finden können. Preisträger Dr. Ulrich Weber, der für seine Verdienste und die seiner Initiative ausgezeichnet wurde, kämpft für eine gerechtere Welt. 

"Ein Leuchtturm, ein Funkensprüher"

Über 40 Organisationen sind es derzeit, die sich unter anderem dafür einsetzen, das Bewusstsein für Armutsprobleme zu stärken, den armen Ländern beim Abbau der Armut zu helfen und auch in Lünen Impulse für die Kommunalpolitik zu geben.

„Dieses Jahr waren wir uns schnell einig“, erklärte der Juryvorsitzende und Neffe von Heinrich-Bußmann, Professor Dr. Ludwig Bußmann. Bei den wachsenden wirtschaftlichen und sozialen Problemen in der Welt brauchen wir einen Preisträger, der in dem Bereich ein Zeichen gesetzt hat, wie Bußmann erklärte. Die LIGA ist „ein lokaler Leuchtturm, ein Funkensprüher, der konkrete Funken von Lünen aus in die Welt sendet“, sagte er. 

Nicht nur bei dem diesjährigen Preisträger, sondern mit der Auswahl Alfred Bußes als Laudator bewiesen die Organisatoren ein goldenes Händchen.

"Der Mann traut sich etwas"

Die Spanne zwischen Arm und Reich werde immer größer, fragile Staaten weiter destabilisiert – die LIGA greife diese Zusammenhänge auf, erklärte Buß, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen i. R. Diese Tendenzen zu bekämpfen und das Thema in die Lüner Lokalpolitik einzubringen, dabei zeige der Preisträger eine gewisse „Dreistigkeit“, wie Buß es ausdrückte. Eine Dreistigkeit, die sagt, „der Mann traut sich etwas und lässt sich nicht unterkriegen“.

Preisträger Weber zeigte sich bei all diesen Worten sehr bewegt. Nach seinem Dank an beteiligte Koordinatoren, Organisationen und Mitarbeiter sorgte er für weitere Denkanstöße. „Wir müssen die Gerechtigkeitsfragen in die Mitte der Gesellschaft bringen“, erklärte er und forderte eine Änderung des Konsumverhaltens und des derzeitigen Lebensstils der Menschheit. Seine Kernbotschaft: „Verzicht ist die Voraussetzung für die Beibehaltung unseres Wohlstands“.

Hintergrund: Heinrich Bußmann
Heinrich Bußmann (1896 - 1942) war ein Lüner SPD-Politiker, der im Widerstand gegen das NS-Regime kämpfte. Er wurde von den Nationalsozialisten inhaftiert und starb im KZ Dachau. Mehr Infos zu Bußmann gibt auf der  der nach ihm benannten Schule in Lünen.

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