Auto rast an Gahmener Straße in den Kanal

Personen geflüchtet

Kuriose Szenen in Lünen: Am Sonntagnachmittag fuhr ein Auto in der Nähe der Gahmener Straße in den Datteln-Hamm-Kanal. Kurz vorher soll eine Person aus dem Wagen gesprungen sein, eine andere kletterte erst aus dem Fahrzeug, als es schon ins Wasser gefallen war - und floh in Badehose. Die Feuerwehr fuhr einen Großeinsatz.

LÜNEN

10.09.2017, 19:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am Sonntagnachmittag landete ein Auto im Datteln-Hamm-Kanal.

Am Sonntagnachmittag landete ein Auto im Datteln-Hamm-Kanal.

Etwa 200 Meter nach Beginn des Radwegs fuhr ein Auto in der Nähe der Gahmener Brücke in den Datteln-Hamm-Kanal. Um 15.23 Uhr ging der Notruf laut Einsatzleiter Roland Rosenberger bei der Feuerwehr ein. Da die Berufsfeuerwehr Lünen allerdings nicht über eigene Taucher verfügt, wurde die Taucherstaffel der Feuerwehr aus Hamm hinzugezogen.

Auto lag in fünf Metern Tiefe

Die beiden Personen, die aus dem Auto geklettert waren, ergriffen anschließend die Flucht, wie Rosenberger unter Berufung auf Zeugen erklärte. Einer soll laut Aussage der Zeugen eine Badehose getragen haben und dann an Land geschwommen sein, der erste hat das Auto offenbar vorher verlassen.

Die Taucher lokalisierten schließlich das Auto und stellten fest, dass sich niemand mehr im Wagen befand. Der Wagen lag auf dem Dach in fünf Metern Tiefe des Datteln-Hamm-Kanals. Um was für eine Marke es sich handelte, war zunächst unklar. Das Schiff Santa Monika III, dass sich dem Ort der Bergung näherte, durfte vorerst nicht weiterfahren und musste hinter der alten Gahmener Brücke stoppen.

Mit Kran geborgen

Wie Rosenberger auf Anfrage erklärte, konnte das Auto am Abend schließlich mit einem Stahlseil fixiert und vom Bergungsunternehmen Kollmer aus Kamen mit einem Kran geborgen werden. Um 17.53 Uhr war der Einsatz nach exakt zweieinhalb Stunden abgeschlossen.

An dem Einsatz waren außerdem noch der Löschzug 3 aus Horstmar, die Wasserschutzpolizei, die Landespolizei und ein Fachberater Bergung beteiligt. Insgesamt waren 46 Kräfte vor Ort.

Bei Facebook schrieb am Abend ein Nutzer des sozialen Netzwerks, dass das Auto geklaut worden sei. Ob das stimmt, konnte am Sonntag bis Redaktionsschluss nicht geklärt werden.

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