Bäderthema hat höchste Priorität

LÜNEN Das Thema Kraftwerke bleibt natürlich ganz oben auf der Agenda, aber höchste Priorität bei der neu gegründeten Wählergemeinschaft GFL (Gemeinsam Für Lünen) genießt jetzt auch das Bäderkonzept. Das teilte Vorsitzender Prof. Dr. Johannes Hofnagel nach der ersten Vorstandssitzung mit, die Dienstagabend stattfand.

von Von Peter Fiedler

, 09.01.2008, 19:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Prof. Johannes Hofnagel: Rat auf 44 Mandate verkleinern

Prof. Johannes Hofnagel: Rat auf 44 Mandate verkleinern

Im Vorfeld eines konkreten politischen Baubeschlusses für das geplante Zentralbad will sich die GFL kritisch positionieren: "Wir sehen dringenden Handlungsbedarf, bevor Fakten geschaffen werden, ohne dass die eigentlich Betroffenen ins Boot geholt werden", betonte der GFL-Vorsitzende.

Zweifel an Investitions-Summe

Die Nutzungsmöglichkeiten des Zentralbades stünden in keinem Verhältnis zu den Nutzungsmöglichkeiten in den noch bestehenden vier Hallenbädern. Zudem bezweifle die GFL, dass man mit einer Investition von 9,5 Mio. Euro auskomme. "Erfahrungsgemäß landet man bei einem zweistelligen Millionenbetrag", so Hofnagel. Zudem seien Kosten für Verkehrsanbindung, Grünflächengestaltung und Parkplätze noch nicht in der Summe enthalten.

Verkehrsanbindung problematisch

Die Verkehrsanbindung vom anvisierten Standort auf dem Gelände des ehemaligen Heizwerks zur Konrad-Adenauer-Straße hält die GFL für problematisch. "Ähnliches wie bei Kaufland droht", meint Hofnagel mit Blick auf die Verkehrsströme aus der Mersch auf die Kurt-Schumacher-Straße nach der Kaufland-Eröffnung.

Arbeitsgruppen gebildet

Auf ihrer Vorstandssitzung bildeten die GFL-Mitglieder Arbeitsgruppen, angelehnt an die Ausschuss-Struktur des Rates. Die GFL plädiere für die maximal mögliche Verkleinerung des Rates auf 44 Mandate. Angesichts der vielen Sparmaßnahmen, die die Bürger zu spüren bekämen, hält Hofnagel sechs Mandate weniger als jetzt für "das richtige Signal, dass die Politik bereit ist, bis ans Mögliche zu gehen."

In die Offensive

"Wir gehen jetzt ganz klar in die Offensive, was die politische Arbeit angeht", hob der GFL-Vorsitzende hervor. Für die nächsten Wochen seien Fachgespräche u.a. mit dem Beigeordneten Jürgen Evert, Kämmerer Hans-Georg Schlienkamp und Wirtschaftsförderer Michael Sponholz geplant. Mit Sponholz etwa wolle man über die Gewerbeflächenfrage reden.

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