Jugendliche geben sich als Kriminalbeamte aus und drohen mit Schusswaffe

Am Bahnhof Preußen

Drei Männer haben sich am frühen Mittwochmorgen (7. August) als Kriminalbeamte ausgegeben und Passanten mit einer Waffe bedroht. Die „echte“ Polizei griff ein und erlebte eine Überraschung.

Horstmar

07.08.2019, 11:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jugendliche geben sich als Kriminalbeamte aus und drohen mit Schusswaffe

Am Bahnhof Preußen sollen sich drei Männer als Polizeibeamte ausgegeben und zwei Lüner mit einer Schusswaffe bedroht haben. © Püschner

Wie die zuständige Polizei Dortmund mitteilt, ereignete sich der Zwischenfall in der Nacht zu Mittwoch (7. August) in der Nähe des Preußenbahnhofs. Dort hielten sich zwei 20-jährige Lüner auf, als sie von einem jungen Mann angesprochen wurden. „Er gab sich als Kriminalbeamter aus und verlangte die Ausweise der Lüner“, so Polizeisprecherin Cornelia Weigandt.

Die beiden 20-Jährigen verlangten zunächst nach dem Dienstausweis ihres Gegenübers. Der angebliche Polizist rief zur Verstärkung einen weiteren Mann, der einen Teleskopschlagstock in den Händen gehalten haben soll. „Er selber hantierte an seinem Hosenbund und zog auf einmal eine Schusswaffe hervor“, erklärt Cornelia Weigandt weiter.

Ins Gesicht geschlagen

Ihre Ausweise zeigen die 20-Jährigen dennoch nicht, so dass die Unbekannten unverrichteter Dinge abzogen und in ein in der Nähe geparktes Auto stiegen. Als dieses Auto an den beiden 20-Jährigen vorbeifuhr, beleidigte einer von ihnen die Insassen mit einer Geste. Daraufhin stoppte das Auto, der angebliche Polizist stieg aus und schlug dem 20-Jährigen ins Gesicht. Anschließend flüchtete das Trio mit dem Fahrzeug.

Die inzwischen alarmierte „echte“ Polizei fand den Audi kurz darauf auf der Gahmener Straße und kontrollierte die Insassen (15, 17 und 24 Jahre alt). Dabei erlebten die Beamten eine Überraschung: Bei dem 17-Jährigen fanden sie 6000 Euro Bargeld, dessen Herkunft nicht geklärt werden konnte, außerdem stellten sie zwei Folienbeutel mit Marihuana sicher.

Ermittlungen dauern an

Der 15-Jährige erklärte zudem, dass er zwar eine Schreckschusspistole dabei gehabt hatte, diese aber mittlerweile bei einem Kumpel sei, „den er nicht näher kenne und der sich schon von der Gruppe verabschiedet hätte“. Auch einen Schlagstock konnte die Polizei nicht finden.

Laut Cornelia Weigandt dauern die Ermittlungen, auch zu dem unbekannten vierten Verdächtigen, an.

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