Bahnübergang Münsterstraße ab Freitag gesperrt

Arbeiten an zentraler Kreuzung

Der Wunsch nach einer "Grünen Welle" auf Lünens verstopften Hauptstraßen wird für einige Unannehmlichkeiten für Autofahrer sorgen. Am Freitag, 9. Dezember, beginnen die Bauarbeiten an der Kreuzung der Kurt-Schumacher-Straße, Ecke Münsterstraße. Wer mit dem Auto unterwegs ist, muss sich auf lange Umeitungswege gefasst machen. Wir zeigen, wo Sie herfahren müssen.

LÜNEN

, 07.12.2016, 14:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Da sieht man schnell einmal rot: Nicht selten passiert es, dass sich der Verkehr auf der Kurt-Schumacher-Straße staut. Trotz mehrer Fahrspuren ist die Hoffnung auf ein flüssiges Durchkommen in Lünen meist nur Wunschdenken, selten Realität. Ganz ähnlich sieht das oftmals auf der anliegenden Münsterstraße aus. Bereits seit mehreren Jahren versuchen die Verantwortlichen der Stadt, die Ampelschaltungen zu optimieren, damit Autofahrer häufiger grün und nicht nur rot sehen.

Bahnübergang wird gesperrt

Der nächste Schritt dafür folgt am Wochenende – bereits ab Freitag, 9. Dezember: An der Kreuzung zwischen Kurt-Schumacher-Straße und Münsterstraße werden neue Steuergeräte an den Ampeln installiert und die Signale neu programmiert. Zwar wird in dieser Zeit eine Ersatzampel eingerichtet, doch in den Tagen müssen Autofahrer trotzdem mit reichlich Schwierigkeiten rechnen.

Der Hintergrund: Über den Bahnübergang an der Münsterstraße, der nur wenige Meter von der Ampel entfernt ist, dürfen während der Arbeiten keine Autos mehr fahren. Das liegt daran, dass die auszutauschende Anlage mit dem Signal des Bahnübergangs zusammenhängt. Aus Sicherheitsgründen wird der Übergang daher für Kraftfahrzeuge gesperrt. Frühestens am Montagmorgen sollen die Bauarbeiten beendet sein. Fußgänger und Radfahrer hingegen können die Straße wie gewohnt nutzen.

Fast doppelt so lange Wege

Die Folge für Autofahrer sind deutlich längere Wege. Wer aus Richtung Werne kommend auf die Kurt-Schumacher-Straße fahren möchte, muss weit vorher auf einen Umweg über die Zwolle Allee und die Kamener Straße ausweichen. In der anderen Richtung kann man alternativ auf den Weg über die Cappenberger Straße und die Wehrenboldstraße zurückgreifen.

Das bedeutet deutliche Umwege: Normalerweise muss man knapp 2,5 Kilometer zurücklegen, um von Lünens Ortseingangsschild an der Münsterstraße auf die Kurt-Schumacher-Straße zu kommen. Über Wehrenboldstraße und Cappenberger Straße sind es dann 3,2 – über Zwolle Alle und Kamener Straße gar 4 Kilometer.

Januar: Nächste Arbeiten, inklusive Sperrung

Anlieger der Fichtestraße und Rosenstraße, die direkt am Bahnübergang liegen, haben Glück: Sie können wie gewohnt ihre Grundstücke über die Münsterstraße erreichen.

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Am Wochenende am 6. und 7. Januar finden dann die Umstellungsarbeiten an der Anlage Kurt-Schumacher-Straße/Cappenberger Straße/Konrad-Adenauer-Straße statt – die letzte Station der Ampel-Arbeiten an der Kurt-Schumacher-Straße. Dafür muss der Bahnübergang an der Cappenberger Straße gesperrt werden.

Nie wieder Stau?

Schon 2011 hatte die Stadt damit begonnen, für mehr Grünphasen auf der Konrad-Adenauer-Straße zu sorgen. Ein "Superhirn" für Ampeln, so nannte man es damals, wurde angeschafft: 300.000 Euro hatte sich die Stadt diesen Verkehrsrechner kosten lassen.

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Damit der Hochleistungsrechner auch optimal arbeiten kann und die Lichtzeichenschaltung effizient läuft, werden seit 2012 nach und nach die Steuergeräte an den Ampeln entlang der Kurt-Schumacher-Straße ausgetauscht. „Die betroffenen Ampelanlagen vor Ort werden dabei auch neu programmiert“, sagte Babette Herdickerhoff, bei der Stadt für die Signaltechnik verantwortlich.

Doch auch wenn alle Bauarbeiten erledigt sind, wird man sich auch in Lünen nicht auf ein schnelles Durchkommen verlassen können. „Wenn das Verkehrsaufkommen zu hoch ist in der Rushhour, dann gibt‘s auch mal Stau", so Herdickerhoff.

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