Bahnübergang Münsterstraße ist wieder frei

Zentral in Lünen

Frei? Oder gesperrt? Das ist in den vergangenen Tagen beim Bahnübergang Münsterstraße in Lünens Zentrum nicht so ganz klar gewesen. Seit Dienstagnachmittag aber steht nun fest: Die Straße ist frei. Und soll laut Stadt auch frei bleiben. Wir erklären, warum es überhaupt zu der Sperrung, der Verzögerung und der Verwirrung kam.

LÜNEN

, 13.12.2016, 16:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kurios: Am Montagnachmittag war der Bahnübergang an der Münsterstraße dann wieder frei - entgegen der Ankündigung der Stadt.

Kurios: Am Montagnachmittag war der Bahnübergang an der Münsterstraße dann wieder frei - entgegen der Ankündigung der Stadt.

Wie die Stadt Lünen am Dienstagnachmittag mitteilte, dürfen Autos dort wieder fahren. Eigentlich sollte die Sperrung schon Montagmorgen um 5 Uhr vorbei sein. Doch wegen der technischen Probleme, die sich schon Sonntag bei Tests ergeben hätten, klappte das nicht. Die Stadt erfuhr davon nach eigenen Angaben erst im Laufe des Montages.

Am späten Montagnachmittag räumte die mit der Verkehrssicherung beauftragte Firma "aus Versehen" die Absperrungen am Bahnübergang weg und gab ihn bereits frei, ohne dass das beabsichtigt war. Das Ganze war ein Kommunikationsproblem. Also wurde der Übergang am Montagabend wieder gesperrt - voraussichtlich bis Mittwochmorgen, wie die Stadt ankündigte. Doch so schlimm kam es dann nicht: Die Schilder zur Umleitung bleiben zwar noch bis Mittwochmorgen stehen, aber die Sperrung ist schon seit Dienstagnachmittag wieder aufgehoben. 

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Warum der Bahnübergang überhaupt „aus Sicherheitsgründen“ seit dem vergangenen Freitag für den motorisierten Verkehr dicht war, erläuterte Reinhard Scholz, Leiter der Straßenbauabteilung der Stadt, auf Anfrage: Normalerweise, so Scholz, gibt der Bahnübergang vor dem Schließen der Schranken ein Signal an die Ampelanlage Münsterstraße/Kurt-Schumacher-Straße: „Die Ampel schaltet dann in kürzester Zeit für die vom Bahnübergang abfließenden Verkehrsströme auf Grün. Das soll verhindern, dass sich Fahrzeuge bis auf den Bahnübergang zurückstauen, bevor die Schranken schließen.“

Das Problem: Die Verbindung zwischen Übergang und Ampel

Da aber die Verbindung zwischen Bahnübergang und Ampel während der Arbeiten unterbrochen war, konnte laut Scholz „nicht ausgeschlossen werden, dass Autos nicht vom Bahnübergang kommen“. Daher sei der Übergang gesperrt worden.

Bei den Arbeiten wurde ein Steuergerät der Ampelanlage Kurt-Schumacher-Straße/Münsterstraße getauscht, um die „Grüne Welle“ zu optimieren. Doch die Taktung zwischen dem neuen Gerät und der Bahnanlage habe zunächst nicht gepasst. „Die Firma, die in München sitzt, musste das Programm ändern und neu aufspielen“, erklärte Scholz. Das habe letztlich zu der Verzögerung geführt.

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