Die Hauptstelle der Sparkasse an der Lippe in Lünen an der Graf-Adolf-Straße. Hier ist das Überweisungsterminal mit Sitzmöglichkeit ersetzt worden. © Torsten Storks (A)
Neue Terminals

Bankgeschäfte nur noch im Stehen: Seniorin über Lüner Sparkasse verärgert

Bisher konnte Helga Häger (82) in der Sparkasse an der Graf-Adolf-Straße ihre Überweisungen im Sitzen ausfüllen. Jetzt fehlt das Terminal. Damit haben nicht nur Ältere ein Problem, findet sie.

In der Hauptstelle der Sparkasse an der Lippe hat sich einiges verändert. Nicht zum Guten, meint Helga Häger. Sie konnte bisher ein niedriges Überweisungsterminal mit einem Stuhl davor nutzen. Auf seitlichen Ablagen war Platz für ihre Unterlagen. Die 82-jährige war froh über diese Möglichkeit, vor allem, wenn sie mehrere Überweisungen vornehmen wollte. „Das geht ja nicht mehr so schnell und ich konnte mich setzen“, berichtet sie.

Mittlerweile ist das Terminal verschwunden. Stattdessen sei da eine Holznische, die gar nicht genutzt würde. An einem Standterminal sei zwar ein Sessel. Doch der sei viel zu tief. Da käme man nicht ans Display und könnte die Buchstaben der Tastatur gar nicht sehen. Keine gute Lösung aus Sicht der alten Dame.

Nicht nur Ältere betroffen

Helga Häger ist nicht die einzige, die diese Entwicklung unerfreulich findet. Von zwei anderen Seniorinnen habe sie das auch gehört. Aber nicht nur Ältere seien betroffen. Auch Menschen mit Behinderungen oder im Rollstuhl hätten Schwierigkeiten mit den Standterminals.

Einen ähnlichen Fall gab es jüngst in der Geschäftsstelle der Sparkasse an der Lippe an der Kreisstraße in Selm. Dort fehlten nach einem Umbau plötzlich Tisch und Stuhl. Nachdem Senioren dies moniert hatte, ist beides wieder ersetzt worden. Das erhofft sich Helga Häger nun auch in Lünen.

Die Chancen stehen gut. Man wolle die Situation schnell und unbürokratisch zur Zufriedenheit lösen, erklärte Bernd Wieck, Abteilungsleiter Vorstandsstab der Sparkasse an der Lippe, auf Anfrage der Redaktion. Vor drei Monaten habe die Sparkasse die Selbstbedienungsgeräte, zu denen Geldautomaten, Ein- und Auszahlgeräte sowie Überweisungsterminals zählen, gegen neue ausgetauscht. „Leider bietet der Hersteller keine neuen Geräte mehr für eine sitzende Bedienung an“, berichtet Bernd Wieck. Es sei jedenfalls keine bewusste Entscheidung der Sparkasse gewesen, keine Sitzoption mehr anzubieten.

Sitzoption diskutieren

„Ich werde mit der Fachabteilung die Option einer fest montierten „Stehsitzmöglichkeit“ an einem der Terminals diskutieren“, kündigte er an. Er ist optimistisch, dass das schnell klappt. In der Kassenhalle der Hauptstelle der Sparkasse an der Lippe gibt es insgesamt drei reine Geldauszahlautomaten. Dazu kommen zwei zusätzliche Geräte, an denen Kunden Ein- und Auszahlungen vornehmen können, und acht Überweisungsterminals.

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Redaktion Lünen
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Magdalene Quiring-Lategahn

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