Bauschäden: Neue Decken im Gericht

LÜNEN Nicht einmal zehn Jahre alt ist der Neubautrakt des Lüner Amtsgerichts – und schon müssen alle Decken saniert werden. Für rund 100 000 Euro lässt der zuständige Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW abgehängte Gipskartondecken im Gerichtsgebäude am Spormeckerplatz montieren.

von Von Peter Fiedler

, 28.01.2008, 12:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Decken im Neubau des Amtsgerichtes sind ein Sanierungsfall: Handwerker montieren seit Wochen abgehängte Gipskartondecken.

Die Decken im Neubau des Amtsgerichtes sind ein Sanierungsfall: Handwerker montieren seit Wochen abgehängte Gipskartondecken.

Es ist die Radikallösung für ein Problem, das erstmals schon vor knapp vier Jahren auftauchte. Damals, im Sommer 2004, fiel in einigen Büros der Putz von der Decke. Ein Gutachter stellte fest, dass die Haftbrücke zwischen Akustikputz und Betondecke ihre Funktion nicht erfüllte. Zunächst hoffte man, dass es sich nur um Einzelfälle handelte und reparierte die Schäden allein in den betroffenen Räumen.

Bauausführende Firma ist pleite

Doch die Hoffnung erfüllte sich nicht. Weitere Schäden und Überprüfungen brachten die Erkenntnis, dass die Haftbrücke wohl durchgängig versagt hat. Ob ein Materialfehler oder schlicht Pfusch am Bau die Ursache war, hält Reinhard Daniel, stellvertretender Leiter der Niederlassung Dortmund des Bau- und Liegenschaftsbetriebes, für ein müßige Frage. Denn an die bauausführende Firma kann sich niemand mehr wenden, sie ging pleite und existiert nicht mehr.

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