Preußenstraße: Bauvorhaben vor letztem Schritt - ab Frühjahr wird in Horstmar gebaut

mlzBauprojekt

Der Stadtteil hat sich in den letzten Jahren gemacht: Horstmar hat neue Wohnungen, neue Geschäfte, einen neuen Kreisverkehr. Und einen See. Jetzt kommt der nächste Schritt.

Horstmar

, 13.01.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer vor vielen Jahren zuletzt im Stadtteil Horstmar war, und sich nun umsieht, der würde staunen: Manches hat sich doch sehr verändert - zum Positiven. Der Stadtteil hat sich gemausert. „Horstmar hat sich gut entwickelt“, sagt auch Andreas Zaremba, Vorstandsvorsitzender des Bauvereins zu Lünen, der weitere Pläne für den Stadtteil hegt.

Die Horstmarer mussten allerdings lange warten: Die Pläne für die Fläche, auf der bis vor wenigen Jahren noch mit Stahl gehandelt wurde und zuvor eine Zeche war, gibt es schon sehr lange. Doch auch der Bauverein musste sich sehr lange in Geduld üben. Nun aber steht nur noch der finale Ratsbeschluss aus. Das Thema steht - Stand jetzt - auf der Tagesordnung der Sitzung am 12. März. „Und dann“, sagt Andreas Zaremba, „haben wir Baurecht“.

Große Zahl an Interessenten: Alle Geschäftsräume sind vergeben

Er zeigt sich froh darüber, dass es nun bald losgehen kann. Auch deshalb, „weil wir viele Anfragen sowohl für die Wohnungen als auch für die Ladenlokale haben“, sagt Zaremba. Er musste immer wieder vertrösten. Nun aber steckt man in den Startlöchern - und die Geschäftsräume sind bereits allesamt weg, heißt es beim Bauverein. Sobald der Ratsbeschluss vorliege, werde man mit den Mietern die Verträge unterzeichnen und mehr verraten.

Im Frühjahr werden die Horstmarer das voraussichtlich auch vor Ort sehen können. Unter der Überschrift „Öko-Projekt statt Stahlhandel“ will der Bauverein hier nicht nur insgesamt 79 Wohneinheiten auf die Beine stellen, sondern auch - in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut - ein besonderes Trennsystem für Schmutz- und Regenwasser schaffen.

Alt und neu kombiniert: So sehen die Pläne für das alte Zechengebäude aus.

Alt und neu kombiniert: So sehen die Pläne für das alte Zechengebäude aus. © Bauverein

Besonderer Clou des gesamten Projekts: Das alte Zechenverwaltungsgebäude soll so weit wie möglich erhalten bleiben. Bis die ersten Mauern wachsen, wird es Sommer werden. Denn zunächst müssen erst einmal die nötigen Erschließungsarbeiten erledigt werden, müssen Wege, Rohre und Versorgungsleitungen angelegt werden. Grobe Schätzung über die Dauer der Arbeiten: etwa zwei Monate. Folglich werden in den Sommermonaten die ersten Rohbauten der Häuser entstehen. Kalkulierte Bauzeit: etwa ein Jahr.

Wenn jetzt nichts mehr dazwischen kommt, können die Horstmarer die ersten neuen Nachbarn ein eineinhalb Jahren im Ort begrüßen.

Das alte Verwaltungsgebäude wird in das Neubauprojekt eingebunden.

Das alte Verwaltungsgebäude wird in das Neubauprojekt eingebunden. © Foto Goldstein (A)

Spannend wird es wohl noch werden, was den Umbau des alten Zechenverwaltungsgebäudes betrifft. Alte Gemäuer sind immer für eine Überraschung gut und schon im Vorfeld ist ohnehin klar: Das Gebäude ist ziemlich marode. Nach den Planungen erhält die alte Fassade aus den Anfangen des 20. Jahrhunderts einen runden, modernen Anbau.

Lesen Sie jetzt