Bebelstraße: Chance für Baustraße steht schlecht

Großbaustelle Lünen-Süd

Es gibt wohl kaum eine Chance, den Stadtteil Lünen-Süd während der Großbaustelle auf der Bebelstraße vom Umleitungsverkehr zu entlasten. Das war die Botschaft von Fachdezernent Thomas Berger in der Ratssitzung - doch machte gleichzeitig eine kleine Hoffnung.

LÜNEN-SÜD

, 19.12.2016, 05:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Pläne für den Nordtunnel. Links, die Bebelstraße, rechts die Preußenstraße, verbunden durch eine neue Bahnunterführung und zwei Kreisverkehre.

Die Pläne für den Nordtunnel. Links, die Bebelstraße, rechts die Preußenstraße, verbunden durch eine neue Bahnunterführung und zwei Kreisverkehre.

Der CDU schwebt eine Baustraße vor, die auf der Bebelstraße parallel zur Baustelle auf den Grundstücken der Wohnungsbaugesellschaften und der Kirche errichtet werden könnte. Doch Fachdezernent Thomas Berger räumte dem Plan am Donnerstagabend in der Ratssitzung keine guten Chancen ein. Die Prüfung dieses Vorschlages sei zwar in der Verwaltung noch nicht abgeschlossen, so Berger, „aber nach unserer Auffassung ist die Einrichtung einer Baustraße nicht möglich.“

Bebelstraße ab März für ein Jahr gesperrt?

Er nannte zwei Gründe gegen die Baustraße. Erstens „die Regelwerke zum Einrichten von Baustellen“, die bestimmte Abstände zum Schutz der Arbeiter vorschreiben. Zweitens sei die Baustelle so groß, dass es schwierig sei, an der Einmündung Spichernstraße mit einer Baustraße abzuzweigen.

Der Bebelstraße steht ab März 2017 eine Sperrung für etwa ein Jahr bevor – größtenteils komplett. Zunächst werden 400 Meter Kanal erneuert, dann folgen Straßenbauarbeiten und der Bau des Kreisverkehrs im Rahmen des Projekts Nordtunnel. Dabei wird im Norden des Preußenbahnhofs eine neue Straße mit Bahnunterführung gebaut, die Bebel- und Preußenstraße verknüpft. Zwei Kreisverkehre sind dafür vorgesehen.

Zeitweise einspuriger Verkehr möglich?

Eine kleine Hoffnung machte Thomas Berger im Rat. Man prüfe, ob der Verkehr während der Bauphase zumindest zeitweise einspurig über die Bebelstraße geführt werden könne. Geht auch das nicht, bleibt es wohl bei der geplanten Umleitung über Alsen- und Jägerstraße bzw. umgekehrt.

Die CDU hat bei einer Vollsperrung der Bebelstraße einerseits Sicherheitsbedenken und fürchtet andererseits gravierende Nachteile für die Geschäftsleute in Lünen-Süd, weil wegen der Großbaustelle Kunden fernbleiben könnten.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt