Bei der Forensik liegt der Ball bei der Bezirksregierung

Lünen wartet weiter

Beinahe ein Jahr ist es her, dass der Rat der Stadt Lünen gesagt hat: Wir wollen keine Forensik in der Stadt! Im Februar 2014 versagte er der Bauvoranfrage des Landes NRW das sogenannte gemeindliche Einvernehmen. Seither liegt der Ball bei der Bezirksregierung Arnsberg - die könnte sich über den Widerstand hinwegsetzen.

LÜNEN

, 05.02.2015, 05:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Protestschild am Zaun einer Firma auf der Victoria-Fläche. Im Hintergrund das Gelände, auf dem die Forensik entstehen könnte.

Protestschild am Zaun einer Firma auf der Victoria-Fläche. Im Hintergrund das Gelände, auf dem die Forensik entstehen könnte.

„Forensik Sachstand“ hieß am Dienstagabend, 3. Februar, ein Tagesordnungspunkt der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses. Etwas Neues konnte Thomas Berger, Abteilungsleiter Stadtplanung, allerdings nicht berichten. Die Bezirksregierung, so der Informationsstand der Stadt, arbeite weiterhin daran, auf die Entscheidung der Stadt zu reagieren: „Wir warten darauf.“ Ob Berger eine Einschätzung geben könnte, wie lange die Sache noch dauere, wollte Prof. Dr. Johannes Hofnagel (GFL) wissen. Berger: „Da kann ich Ihnen nichts zu sagen.“

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Das konnte am Mittwoch auf Anfrage auch Christoph Söbbeler, Sprecher der Bezirksregierung Arnsberg, weiterhin nicht: „Ich kann noch keine zeitliche Perspektive nennen“, sagte er.

Stadt gibt Machbarkeitsstudie in Auftrag

Die Stadt ist unterdessen dabei, bei einem externen Büro eine eigenständige Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Das teilte Berger dem Ausschuss mit.

Die Studie solle klären, was auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Victoria 1/2 an Nutzung machbar ist - vor allem für den Fall, dass dort gegen Lüner Willen eine Forensik gebaut würde.

 

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