Die Entwicklung von Lippholthausen ist eines von vielen dringenden Themen, die 2021 gelöst werden müssen. © Stadt Lünen
Gewerbegebiet

Bestandsaufnahme in Lippholthausen: Stadt Lünen stellt Analyse vor

Lippholthausen ist mehr als das Kraftwerk: Die Stadt stellt in der kommenden Woche eine Bestandsaufnahme zum Entwicklungskonzept „Wirtschaftsstandort Lippholthausen 2030“ vor.

Wie Lünens Technischer Beigeordneter Arnold Reeker betont, sind die Gewerbeflächen in Lippholthausen „das größte zusammenhängende Gewerbegebiet der Stadt Lünen und dementsprechend ein wichtiger Wirtschaftsstandort“. Dieser Wirtschaftsstandort wird in den nächsten Jahren eine wichtige Entwicklung durchmachen – die Stadt möchte hier wenig dem Zufall überlassen.

Über allem steht (noch) das ehemalige Steag-Kraftwerk. Das soll spätestens 2024 Geschichte sein, die Hagedorn-Gruppe will hier Gewerbeflächen entwickeln. Dazu steht man in Gesprächen mit der Stadt, letztlich ist es jedoch Hagedorns Entscheidung, was auf dem Gelände passiert – die Firma aus Gütersloh hatte allerdings signalisiert, dass man sicher keine Lösung plane, die zum Beispiel den Interessen der Nachbarfirmen Probleme bereiten könnte.

Unternehmen gestalten Leitbild

Genau diese Nachbarfirmen kommen auch im Entwicklungskonzept zu Wort, das die Verwaltung in der nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses vorstellen möchte. „Es wurden alle ansässigen Unternehmen zu ihrer Vision eines wirtschaftlichen Leitbilds für den Stadtteil befragt“, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung. Herausgekommen sei eine „umfangreiche Bestandsanalyse“, die nun wiederum eine „solide und wichtige Basis für die konkrete Konzeptentwicklung“ sein soll.

Weiter gehe es dann nach den Sommerferien mit einer Zukunftswerkstatt, an der Politik, Fachöffentlichkeit und Fachbehörden teilnehmen. „Darin werden auf Basis der Analyse Entwicklungsziele für den gesamten Wirtschaftsstandort erarbeitet und diskutiert“, wie die Verwaltung weiter schreibt. „Das Ergebnis wird ein räumliches Strukturkonzept mit Umsetzungsempfehlungen sein. Eine öffentliche Informationsveranstaltung dazu ist bereits in Planung.“

Ende 2020 soll der Stadtrat dann über das Entwicklungskonzept abstimmen. Erst dann könne man in die Bauleitplanung einsteigen – die wiederum ist wichtig, um die Rahmenbedingungen für künftige Betriebe zu schaffen.

Kooperation mit dem Kreis Unna

Die Wirtschaftsförderung Lünen hatte bereits den Wunsch geäußert, emissionsarme und zukunftsfähige Betriebe mit tariflich bezahlten Arbeitsplätzen“ nach Lippholthausen zu holen. Bis es so weit ist, wird es allerdings noch dauern: „Wann genau ein Beschluss für die neuen Gewerbeflächen gefasst werden kann, ist derzeit noch nicht vorherzusehen.“

Einen Alleingang von Hagedorn oder auch von der Stadt wird es definitiv nicht geben, wie die Verwaltung betont: „Für die Entwicklung von Lippholthausen wird in diesem Verfahren der enge Kontakt mit vielen Kooperationspartnern und Beteiligten wichtig werden.“ Dazu zählt dann auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Unna (Wfg).

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Redaktion Lünen
Journalist, Vater, Ehemann. Möglicherweise sogar in dieser Reihenfolge. Eigentlich Chefreporter für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen. Trotzdem behält er auch gerne das Geschehen hinter den jeweiligen Ortsausgangsschildern im Blick - falls der Wahnsinn doch mal um sich greifen sollte.
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Daniel Claeßen

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