Besuche sind in Altenheimen weiter möglich. Allerdings müssen die Besucher bestimmte Regeln einhalten. © picture alliance/dpa
Corona-Pandemie

Besuche in Lüner Altenheimen: Diese Regeln gelten derzeit

Die Corona-Inzidenzen steigen täglich. Eine dritte Impfung soll es bald in den Altenheimen geben. Doch wie sieht es mit den Besuchsregelungen in den Einrichtungen in Lünen aus?

Das oberste Ziel der Betreiber von Pflegeeinrichtungen in Corona-Zeiten ist es, einen Ausbruch der Virus-Infektion in den Heimen zu vermeiden. Gleichzeitig sollen aber die Bewohner weiterhin Besuch von Angehörigen erhalten können. Dazu ist es nötig, entsprechende Vorsichts-Maßnahmen zu treffen.

Im Caritas-Altenzentrum St. Norbert und im Caritas-Seniorenzentrum an der Lippe spürten die Bewohner „praktisch keine Einschränkungen mehr, da sie sich wieder inner- und außerhalb der Einrichtungen frei bewegen können“, so Caritas-Sprecher Thomas Middendorf auf Anfrage. Entsprechend sei die Stimmung innerhalb der Bewohner- und Mitarbeiterschaft „sehr gut“.

Zudem könnten auch die Angebote innerhalb der Einrichtungen wieder regelmäßiger stattfinden. Middendorf: „Die Mitarbeitenden setzen unsere Hygiene- und Schutzmaßnahmen gewissenhaft um und helfen so dabei, unsere Bewohnerinnen und Bewohner – und auch sich selbst – bestmöglich zu schützen.“

Kopie des Impfnachweises

Kommen Besucher in die Häuser, werden sie zu Beginn registriert. Bei der Registrierung werde der 3G-Status abgefragt (geimpft, genesen oder getestet) und kontrolliert. Middendorf: „Besuchenden, die häufig in die Einrichtungen kommen, bieten wir an, eine Kopie des Impfnachweises in Kopie vor Ort zu hinterlegen, damit sie diesen nicht bei jedem erneuten Besuch mit sich tragen müssen.“ Zusätzlich bieten die Caritas-Altenheime weiterhin an sechs Tagen in der Woche Testungen für Besucher an.

Im evangelischen Altenzentrum an der Bebelstraße beobachten die Mitarbeiter, dass die Besucher vermehrt komplett geimpft sind. Die Anzahl der Besucher habe mittlerweile wieder zugenommen, reiche aber noch nicht ganz an die Hoch-Zeiten während der Pandemie heran.

Maskenpflicht gilt weiter im evangelischen Altenzentrum, ebenso die 3G-Regel für Besucher, so Einrichtungsleiter Dirk Kreimeyer. Die medizinischen oder FFP2-Masken dürfen nur im Zimmer des Bewohners abgenommen werden, wenn beide Seiten geimpt sind. Wenn sich die Besucher im Haus bewegen, müssen sie die Masken tragen. Ein Besuch im Pflegeheim ist an sieben Tagen die Woche zu allen normalen Zeiten mögloch – allerdings nur nach vorheriger Anmeldung.

Die aktuelle Situation hat in den Häusern des Caritas-Verbandes Lünen-Selm-Werne nicht zu einem vermehrten Besucheraufkommen geführt. Middendorf: „Unter Einhaltung unseres verbandsweiten Hygiene- und Schutzkonzeptes waren ja auch zuvor Besuche in der Einrichtung möglich.“

Freude über dritte Impfung

Der Wegfall einiger behördlicher Regeln besorge die Verantwortlichen des Caritas-Verbandes allerdings schon. Daher werden die Besucher auch weiterhin gebeten, auf dem Weg durch die Einrichtungen ihre Maske zu trafen.

Man freue sich über die geplanten Auffrischimpfungen, also die angekündigte dritte Corona-Impfung. Middendorf: „Wir sind froh, dass so entschieden wurde, um die Sicherheit der Menschen in unseren Pflegeeinrichtungen zu erhöhen.“

In den Pflegeheimen der Alloheim-Gruppe im Osterfeld und in Beckinghausen gilt ebenfalls die 3G-Regel. Vor jedem Besuch wird bei nicht-geimpften Personen ein Corona-Schnelltest durchgeführt. Nur mit einem negativen Testergebnis können die Angehörigen besucht werden, heißt es auf der Internetseite von Alloheim.

Selbst durchgeführter Schnelltest wird nicht anerkannt

Ein aktueller Schnelltest oder ein PCR-Test können die Tests in den Heimen ersetzen. Ein selbst durchgeführter Schnelltest dagegen wird nicht anerkannt. Besucher müssen sich vorher bei den Einrichtungen telefonisch anmelden. Vor Eintritt in die Heime werden ein Kurzscreening und eine Temperaturmessung durchgeführt. Die Maske muss während des ganzen Besuchs getragen werden. Nur im direkten Kontakt mit dem Bewohner (wenn er vollständig geimpft ist) kann die Maske abgenommen werden.

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
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Beate Rottgardt

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