Unter anderem Zement hatte der Lüner bei einem Baustoffhandel bestellt, aber seine Rechnungen nie beglichen. © picture alliance/dpa
Gerichtsprozess

Betrug aufgeflogen: Lüner bestellt Baustoffe unter Fantasienamen

Baustoffe im vierstelligen Wert hat ein Lüner bei einem Händler geordert. Seine Rechnungen wollte er allerdings nicht bezahlen. Das hat für den Mann jetzt Konsequenzen.

Mehrfach orderte ein Lüner bei einem Händler Baustoffe und dachte dabei offenbar von Anfang an gar nicht daran, die Rechnungen zu begleichen. Wegen Betrugs hätte sich der 39-Jährige nun verantworten sollen. Von ihm fehlte jede Spur. Eine Strafe gab es dennoch.

Pflastersteine, Zement oder Randsteine im Gesamtwert von über 3000 Euro bestellte der Lüner laut Anklage in drei Etappen bei dem Lieferanten – zuletzt sogar mit einem Fantasienamen. Dem betroffenen Händler, so der Vorwurf, gab er vor, der jeweilige Bauherr sei für die Bezahlung zuständig. Den Bauherren wiederum erklärte er, sie müssten ihm das Geld für die Materialien zahlen. Die Masche blieb allerdings nicht verborgen.

Nun hätte der einschlägig vorbestrafte Mann wegen Betrugs in drei Fällen im Amtsgericht auf der Anklagebank sitzen sollen. Sein Platz blieb leer – trotz ordnungsgemäßer Ladung zum Termin. Vor einer Sanktion konnte ihn seine Abwesenheit jedoch nicht schützen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erging ein Strafbefehl und er wurde zu 3400 Euro Geldstrafe verurteilt. Auch wurde die Einziehung der rund 3000 Euro angeordnet. Sollte er mit dem Strafbefehl nicht einverstanden sein, kann er binnen zwei Wochen nach der Zustellung Einspruch einlegen. Dann würde doch noch verhandelt – sein Erscheinen vorausgesetzt.

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