Ein Lüner hatte zu viel getrunken - und sich trotzdem hinters Steuer gesetzt. © Jochen Tack
Gerichtsprozess

Betrunken Auto gefahren: „Erst Kopf eingeschaltet – als ich rausgewunken wurde“

Nach einer feuchtfröhlichen Nacht kam ein junger Lüner auf die fatale Idee, sich hinter das Steuer zu setzen – und fuhr der Polizei regelrecht in die Arme.

In der Nacht auf den 7. Juni becherte ein 25-jähriger Lüner reichlich. Der Gedanke, gar nicht mehr fahrtüchtig zu sein, kam ihm nicht, als er sich am frühen Morgen auf den Heimweg begab. Die Fahrt fand auf der Kurt-Schumacher-Straße ein jähes Ende. Die Polizei hielt ihn an und es stellte sich heraus, dass er 1,6 Promille im Blut hatte. Sein Führerschein wurde sofort einkassiert.

Richterin redete Tacheles

Das bescherte dem 25-Jährigen reichlich Ärger und mündete nun in einem Strafverfahren. Fahrlässige Trunkenheit im Straßenverkehr wurde dem Mann nun vor dem Amtsgericht zur Last gelegt und er versuchte gar nicht erst, irgendetwas zu beschönigen. Was er sich dabei gedacht habe, wisse er gar nicht. „Ich habe erst danach wieder den Kopf eingeschaltet – als ich rausgewunken wurde.“ Das Ganze sei ihm unangenehm, er schäme sich sehr. Nun wolle er sich auf die Medizinisch-Psychologische-Untersuchung vorbereiten, um seinen Führerschein wieder zu erlangen.

Er wurde zu 900 Euro Geldstrafe verurteilt. Auch verhängte das Gericht weitere sechs Monate Sperrfrist zur Wiedererteilung einer Fahrerlaubnis. Die Richterin redete Tacheles: „Wer betrunken Auto fährt, der gehört tatsächlich aus dem Verkehr gezogen.“

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