Betten in Lüner Jugendherberge bleiben weiter leer

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Etliche Jugendherbergen können am Pfingstwochenende wieder öffnen - das Haus am Nordufer des Cappenberger Sees gehört jedoch nicht dazu. Bis 11. August bleibt die Lüner Jugendherberge zu.

Lünen

, 31.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit zehn Wochen herrscht Stille in der Lüner Jugendherberge am Cappenberger See. Aufgrund des Coronavirua musste die Jugendherberge im März schließen. Zum Pfingstwochenende konnten 16 der 29 Häuser im Landesverband Westfalen-Lippe des Jugendherbergswerks wieder öffnen. Lünen gehört nicht dazu.

„Wir freuen uns sehr, dass jedenfalls ein Teil unserer Häuser wieder öffnen kann und haben uns mit einem umfangreichen Hygienekonzept, einer angepassten Belegung unserer Häuser und neuen Programmangeboten intensiv auf die Corona-konforme Wiedereröffnung vorbereitet“, sagt Wolfgang Büttner, Geschäftsführer des Landesverbandes Westfalen-Lippe im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH).

Die räumliche Situation in der kleinen Jugendherberge lässt es nicht zu, die Anforderungen der Corona-Regeln umzusetzen.

Die räumliche Situation in der kleinen Jugendherberge lässt es nicht zu, die Anforderungen der Corona-Regeln umzusetzen. © Reschabek

Doch Lünen gehört nicht dazu. Die vergleichsweise kleine Herberge mit 26 Zimmern kann nicht so „luftig“ belegt werden, wie es in den geöffneten Häusern nun der Fall ist. Dort wurde die Anzahl der Gäste deutlich beschränken und nur einen Teil der Zimmer gleichzeitig belegt. Aller Voraussicht nach wird die Jugendherberge am Cappenberger See erst ab dem 12. August wieder öffnen können. Sofern sich die Corona-Situation nicht wieder verschärft.

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Bis dahin bleiben die vier Angestellten in Kurzarbeit, sind jedoch einsatzbereit, um bei Bedarf die Kollegen der Jugendherberge Dortmund zu unterstützen. Die Saisonkräfte fallen jedoch weg. In der Vergangenheit waren sechs Kräfte auf 450-Euro-Basis beschäftigt worden.

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Langeweile haben die anwesenden Mitarbeiter aber keinesfalls. Abseits der Bereitschaft werden Reservierungen bearbeitet, Stornierungen entgegengenommen und Umbuchungen erledigt, aber auch das Haus in Stand gehalten. Größere Maßnahmen wurden im Herbst und Winter abgearbeitet, aber das große Außengelände will auch gepflegt werden, wenn keine Gäste da sind.

Finanziell wird die Jugendherberge wohl mit einem blauen Auge davonkommen: Das Land NRW will die 29 Häuser in der Region mit einem Rettungsschirm unterstützen und so die wegen der Pandemie entstandenen Verluste abfedern. „Das Land kompensiert damit einen Teil der bis Ende August entgangenen Einnahmen und wir blicken optimistischer in die Zukunft“, begrüßt Büttner das Hilfspaket. In Kombination mit anderen Maßnahmen hofft der Landesverband nun, die Corona-Krise ohne Kündigungen oder Schließungen von Standorten überstehen zu können. Aktuell sei man optimistisch, alle 29 Standorte erhalten und alle Mitarbeiter an Bord halten können.

In Lünen blickt man daher optimistisch in die Zukunft, zumal es jetzt schon viele Umbuchungen oder Anfragen von Schulen für das nächste Jahr gibt.

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