Unter dem Einfluss von Drogen hat ein 39-Jähriger Lüner einen Autounfall gebaut. © Unsplash
Gericht

Beziehung gescheitert: Lüner flüchtet sich in Drogen und baut Autounfall

Nach einer gescheiterten Beziehung tröstete sich ein Lüner mit Drogen und verursachte berauscht einen Autounfall. Dann suchte er das Weite. Weit kam er aber nicht.

Die Trennung von seiner langjährigen Partnerin und Mutter seiner Kinder ließ einen 39-Jährigen Lüner in ein tiefes Loch stürzen. Amphetamin und Cannabis sollten ihm eine Stütze sein, sorgten aber für neue Probleme.

In den frühen Morgenstunden des 20. April setzte er sich unter dem Einfluss von Drogen hinter das Steuer, kollidierte im Bereich der Jägerstraße mit einer Verkehrsinsel, an der ein Schaden von rund 2000 Euro entstand. Er nahm kurzerhand die Kennzeichen, die ohnehin zu seinem alten Auto gehörten, ab und verschwand damit zu Fuß.

Den Wagen ließ er vor Ort zurück. Kurz darauf begegnete er der Polizei. Die Beamten schalteten sofort, fragten, ob das sein Auto sei und nahmen ihn mit, als er das bestätigte. Ein Test offenbarte wenig später die Drogen in seinem Blut. Der Führerschein wurde sofort sichergestellt.

Verstoß gegen Kontakverbot

Kurz darauf der nächste Zwischenfall: Nachdem der Lüner bereits im Februar bei einem Streit mit seiner Ex-Freundin handgreiflich wurde und dafür im April zu einer Geldstrafe verurteilt worden war, erwirkte die Frau eine Einstweilige Anordnung, dass er sich ihr nicht mehr nähern und auch keinen Kontakt zu ihr aufnehmen durfte.

Dagegen verstieß er am Abend des 13. Mai, indem er sich Zutritt zu ihrer Wohnung verschaffte und erst nach zig Aufforderungen wieder ging.

Dieser Verstoß gegen das Gewaltschutzgesetz, die Fahrt unter Drogeneinfluss, die folgende Unfallflucht und die Urkundenfälschung in Form der falschen Kennzeichen brachten den 39-Jährigen nun vor das Amtsgericht.

Am Steuer eingeschlafen

Die Tat, die die fatale Autofahrt betraf, räumte er unumwunden ein. „Ich bin eingeschlafen. Dann hat es zwei Mal fürchterlich gekracht. Ich habe die Verkehrsinsel umgefahren“, erklärte er und fügte kurz darauf hinzu, dass er den gerade gekauften Wagen nur kurz habe umparken wollen. „Ich weiß nicht, wie ich darauf kam. Ich weiß, das ist ein No-Go.“

Hinsichtlich des verbotenen Besuchs bei seiner Ex-Partnerin zeigte er sich mehr oder weniger geständig, verwechselte die Tage offenbar und betonte zuletzt: „Wissen Sie, es war für mich alles nicht einfach. Dass es aussichtslos ist, habe ich erst jetzt verstanden.“ Nun sei es ruhig zwischen ihnen. „Es tut mir leid, dass es so weit gekommen ist.“

Für den Lüner endete das Ganze letztlich mit 1100 Euro Geldstrafe. Auch ordnete das Gericht weitere sechs Monate Sperrfrist zur Erteilung einer neuen Fahrerlaubnis an.

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