Der Weg für den Ausbau des Glasfasernetzes in Lünen ist frei. Der Bund und die Bezirksregierung Arnsberg unterstützen das Projekt mit rund 13 Millionen Euro. © dpa (A)
Glasfaserausbau

Bezirksregierung Arnsberg macht Weg frei für Glaserfaserausbau in Lünen

Nach dem Bund hat jetzt auch die Bezirksregierung Arnsberg Fördergelder für den millionenschweren Ausbau des Glasfasernetzes in Lünen zugesagt. Damit steht dem Vorhaben nichts mehr im Weg.

Die Bezirksregierung Arnsberg hat Freitagnachmittag (18. Juni) nach langem Hin und Her doch noch grünes Licht für den millionenschweren Glasfaserausbau in Lünen gegeben.

Noch am Vormittag hatte Eric Swehla, Chef der Lüner Wirtschaftsförderung, im Gespräch mit unserer Redaktion erklärt, dass sich die Bezirksregierung im Gegensatz zum Bund beharrlich weigere, die Förderanträge wegen zwischenzeitlicher Kostensteigerungen zu bewilligen.

Dabei geht es um rund 13 Millionen Euro für den flächendeckenden Glasfaserausbau auf Lüner Stadtgebiet. Nach dem positiven Entscheid aus Arnsberg fördern Bund und Bezirksregierung den Ausbau des Glasfasernetzes mit jeweils 6,5 Millionen Euro.

Das sagt die Bezirksregierung

Wie Christoph Söbbeler, Sprecher der Bezirksregierung, am Freitagnachmittag im Gespräch mit unserer Redaktion sagte, seien die Verantwortlichen in Lünen darüber kurzfristig informiert worden. „Die ausführliche schriftliche Benachrichtigung erfolgt nächste Woche.“

Das sagt der Wirtschaftsförderer

Lünens Wirtschafsförderer Eric Swehla reagierte in einer ersten Stellungnahme erleichtert auf die Nachricht aus Arnsberg: „Heute ist ein guter Tag für die Stadt Lünen. Bald verfügen wir über die nötige Infrastruktur die nötig ist, um Schulen, Industriegebiete aber auch jeden einzelnen Bürger mit Gigabit zu versorgen.“

Sein besonderer Dank, sagte Swehla weiter, gelte Regierungspräsident Hans-Jochen Vogel, Ferdinand Aßhoff und seinem Team sowie allen aus dem Konzern Stadt Lünen – allen voran Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns – die sich für das Projekt stark gemacht haben.

Das sagt der Bürgermeister

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns erklärte auf Anfrage:

„Wir haben sehr lange auf die Zusage gewartet und freuen uns jetzt natürlich riesig darüber. Wir stehen in den Startlöchern, damit die Bürgerinnen und Bürger in Lünen den lang ersehnten Breitbandausbau bekommen. Noch bevor der angekündigte Bescheid eintrifft, werden wir uns in der nächsten Woche mit allen Beteiligten zusammensetzen, um den konkreten Fahrplan zu besprechen.“

Stadtwerke Lünen zuständig

Verantwortlich für den Glasfaserausbau in der Lippestadt zeichnen die Stadtwerke Lünen. Das städtische Unternehmen hatte seinerzeit die Ausschreibung gewonnen.

Kostensteigerung von 300 Prozent

Grund dafür, dass sich Arnsberg bis Freitag hartnäckig weigerte, den Förderantrag zu unterschreiben waren im Laufe des Bewilligungsverfahrens aufgetretene Kostensteigerungen von 300 Prozent.

Zu den vom Bund akzeptierten und von den Stadtwerken Lünen deutlich nach oben korrigierten Kostenangaben hatte Eric Swehla am Donnerstag (17. Juni) in der Sitzung des Digitalisierungs-Ausschusses im Rathaus gesagt, dass die Stadtwerke unter anderem mehr „weiße Flecken“ festgestellt haben, die es ans Glasfasernetz anzuschließen gelte.




Über den Autor
Redaktion Lünen
Jahrgang 1968, in Dortmund geboren, Diplom-Ökonom. Seit 1997 für Lensing Media unterwegs. Er mag es, den Dingen auf den Grund zu gehen.
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Torsten Storks

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