Viele Bilder: Kirsten Freibergs eindrucksvolle Sammlung alter Lünen-Souvenirs

mlzOrtsschild, Brandt-Einladung, Lünen-Kacheln

Als sie vier Tage jung war, kam Kirsten Freiberg nach Lünen. Das war 1964. Inzwischen ist sie nicht nur Stadtführerin, sondern hat die wohl umfangreichste Sammlung von Lünen-Souvenirs.

Lünen

, 03.08.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den Besucher empfängt ein altes Straßenschild der damaligen Gemeinde Altlünen. „Davon gab es wohl nur drei Stück, eins in Nordlünen, eins in Alstedde und eins in Wethmar“, sagt Kirsten Freiberg.

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Viele Bilder: Lünen-Sammlung von Kirsten Freiberg

Auch wenn sie nicht in Lünen geboren ist, seit ihrem vierten Lebenstag ist Kirsten Freiberg Lünerin - heute auch aus Überzeugung. Und deshalb sammelt die engagierte Stadtführerin auch die unterschiedlichsten Lünen-Souvenirs. Einen Teil der Sammlung zeigen wir hier.
02.08.2019
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Lünen liegt Kirsten Freiberg am Herzen, nicht nur als aktive Stadtführerin. Sie sammelt auch alles, was mit Lünen zu tun hat.© Beate Rottgardt
Eine von mehr als 80 Lünen-Kacheln, die Kirsten Freiberg gesammelt hat - sie ist zum 25. Geburtstag des Oldtimer-Treffens herausgekommen.© Beate Rottgardt
Ein Lüner Löwe mit schickem T-Shirt.© Beate Rottgardt
Auch diese Klammer mit der Aufschrift "Lünen - immer eine gute Verbindung" hatte Helmut Freiberg genutzt.© Beate Rottgardt
Ein Modell des Torhauses der Bergmannssiedlung am Kanal mit einem Bärchen aus Lettland.© Beate Rottgardt
Fachwerkhäuser und die St. Georg-Kirche auf einem Teller, der früher im Porzellanhaus Aring verkauft wurde.© Beate Rottgardt
Diese Liebesperlen-Flasche stammt von den Auftritten der "Liebesperlen" im Hilpert-Theater.© Beate Rottgardt
Die Silhouette von Lünen ist auf einer Klammer zu sehen.© Beate Rottgardt
Die vier Lüner Rathäuser sind auf dieser Kachel verewigt.© Beate Rottgardt
Kirsten Freiberg mit einer Lünen-Tasche, die eine Freundin gestaltet und ihr geschenkt hat - für den Einsatz bei den Stadtführungen.© Beate Rottgardt
Ein Modell der Stadtkirche von Günter Tesmer und ein Modell des Rathauses.© Beate Rottgardt
Diese Tasse zur Neueröffnung der Volksbank im ehemaligen Hertie-Haus gab es nie zu kaufen. Kirsten Freiberg hat die Verantwortlichen überredet, ihr eine für die Sammlung zu schenken.© Beate Rottgardt
Eine Lünen-Uhr aus der Sammlung von Kirsten Freiberg.© Beate Rottgardt
Dieses Skatspiel mit dem Aufdruck "Lünen reizt immer" hat Kirsten Freiberg von ihrem Vater Helmut bekommen.© Beate Rottgardt
Ewald Zappenduster und seine Partnerin Martha Koslowski - die Zwerge sind die Maskottchen der Landesgartenschau Lünen 1996 gewesen.© Beate Rottgardt
Dieses Schild gab es nur drei Mal - Kirsten Freiberg hat es von einem Lüner gekauft, der es in seiner Garage gefunden hat und nicht mehr haben wollte.© Beate Rottgardt
Eine der über 80 verschiedenen Lünen-Kacheln aus der Sammlung - mit dem "Neuen Markt" als Motiv.© Beate Rottgardt
Nur ein Teil der Lünen-Souvenirs aus der Sammlung von Kirsten Freiberg.© Beate Rottgardt

Ihr Schild gehörte einem Mann aus Horstmar, der es beim Garage-Aufräumen wiederfand und es nicht mehr wollte. Also inserierte er das Schild in der Zeitung. „So schnell hab ich noch nie zum Hörer gegriffen und nach Horstmar bin ich förmlich geflogen“, erinnert sich Kirsten Freiberg.

Gebietsreform 1975 und die Folgen

Denn so ein Schild fehlte noch in ihrer umfangreichen Lünen-Sammlung. Manchmal kommt es sogar bei ihren Stadtführungen zum Einsatz. Wenn die 60er-und 70er-Jahre das Thema sind. Denn mit der Gebietsreform 1975 kam Altlünen nach Lünen und damit zum Kreis Unna und zum Regierungsbezirk Arnsberg.

Kirsten Freiberg, die in Essen geboren wurde und mit vier Tagen nach Lünen kam, hatte sich nie vorgenommen, etwas über Lünen zu sammeln.

Ihr Vater Helmut Freiberg arbeitete bei der Stadt, begann zu der Zeit, als das Rathaus eröffnet wurde. Von ihm stammt eine Original-Einladungskarte zur Eröffnung mit dem damaligen Berliner Regierenden Bürgermeister Willy Brandt. „Auch die zeig ich gerne bei Führungen.“

Als der Vater in Ruhestand ging, nahm er einige Lünen-Souvenirs mit nach Hause. Vor 20 Jahren starb er und seine Tochter entdeckte diese Dinge. „Ich fand sie schön und hab sie behalten.“ Darunter ein Skatspiel mit dem Titel „Lünen reizt immer.“

Viele Bilder: Kirsten Freibergs eindrucksvolle Sammlung alter Lünen-Souvenirs

Dieses Schild gab es nur drei Mal - Kirsten Freiberg hat es von einem Lüner gekauft, der es in seiner Garage gefunden hat und nicht mehr haben wollte. © Beate Rottgardt

Die Begeisterung für die Heimat teilte sie auch mit ihrer Mutter Eva, die als Grundschullehrerin den Kindern in Sachkunde einiges über Lünen vermittelte. Informationen bekam sie bei Kursen des damaligen Stadtarchivars Adolf Reiß.

Kirsten Freiberg wurde früh Mitglied des Arbeitskreises Umwelt und Heimat, weil sie sich auch für die Natur ihrer Heimatstadt interessiert.

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Die vier Lüner Rathäuser sind auf dieser Kachel verewigt. © Beate Rottgardt

Als zur Landesgartenschau (Lagalü) 1996 Interessenten gesucht wurden, die sich zum Stadtführer ausbilden lassen wollen, meldete sie sich. „Nächstes Jahr sind Ursel Rudolph und ich seit 25 Jahren im Stadtführer-Team.“

Beim Moonlight-Shopping am 31. August bietet sie eine Stadtführung an - natürlich zu ihrer Lüner Lieblingszeit, die 60er- und 70er-Jahre. „Das war eine total spannende Zeit, wir hatten Vollbeschäftigung und einen Bauboom, jeder Ortsteil bekam eine Kirche.“

Noch fehlen wahrscheinlich Motive bei den Kacheln

An ihren Wänden hängen über 80 Lünen-Kacheln, alle sorgsam geordnet nach Stadtteilen. „Leider weiß niemand, wie viele es genau gab und ich denke auch, dass mir noch Motive fehlen“, so Kirsten Freiberg.

Verkauft wurden sie früher bei Juwelier Breitfeld an der Münsterstraße. Genauso wie die Lünen-Teller bei Porzellan Aring angeboten wurden. Auch von denen besitzt Kirsten Freiberg einige.

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Ewald Zappenduster und seine Partnerin Martha Koslowski - die Zwerge sind die Maskottchen der Landesgartenschau Lünen 1996 gewesen. © Beate Rottgardt

Aber die Kachel-Fragen lassen sie nicht los. „Niemand weiß, welche Firma sie hergestellt hat. Und ich bin mir sicher, dass es auch noch eine Kachel mit dem St.-Marien-Hospital als Motiv gibt. Aber die habe ich bis heute nicht gefunden.“ Dabei hat sie einige noch bei Trödelmärkten auf Gemeindefesten entdeckt.

In einem offenen Schrank hat sie die kleineren Souvenirs dekoriert. Darüber wachen nicht nur einige kleine Lüner Plüschlöwen, sondern auch das Zwergenpaar Ewald Zappenduster und Martha Koslowski, das zur Lagalü das Licht Lünens erblickte.

Die Lünen-Sammlung ist noch größer, einiges hat sie noch in Kisten. Geplant ist aber, die schönsten Stücke demnächst in einer Vitrine im Wohnzimmer zu präsentieren. „Es gibt außerdem immer wieder was Neues, das dann noch dazukommt.“

Kirsten Freiberg freut sich über Informationen zu den Lünen-Kacheln und auch, wenn noch jemand weitere Exemplare oder andere Lünen-Souvenirs hat, die er verkaufen möchte. Mail an: kirsten-freiberg@t-online.de
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