Blinder Mann wartete auf Bus, der nicht kam: Wie die VKU solche Fälle verhindern will

Mann wartete vergeblich

Baustellen in Lünen führten nicht nur zu Straßensperrungen. Auch Passagiere von Bussen waren betroffen. Ein Blinder Mann wartete vergeblich auf einen Bus, bis ihm eine Passantin zu Hilfe kam.

Lünen

, 23.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Blinder Mann wartete auf Bus, der nicht kam: Wie die VKU solche Fälle verhindern will

Am Freitag wartete ein blinder Mann vergebens auf den Bus. Die Bushaltestelle „Persiluhr“ war gesperrt. © Marie Ahlers

In der vergangenen Woche gab es in Lünen mehrere Baustellen mit Straßensperrungen. Auch Bushaltestellen waren teilweise davon betroffen. Die Bushaltestelle „Persiluhr“ wurde für einige Tage nicht von Bussen angefahren.

Eine Passantin stieß am Freitag (19.) an eben dieser Bushaltestelle auf einen blinden Mann. Er wartete dort auf den Bus. Wegen der Baustellenarbeiten war die Bushaltestelle gesperrt. Die Passantin begleitete daraufhin den Mann zum Hauptbahnhof und wartete zusammen mit ihm auf seinen Bus.

Dies schilderte die Frau in einer Lüner Facebook-Gruppe. Sie merkte an, dass die Anzeigen an der Haltestelle keinen Ton von sich gegeben hätte, so wie es an Bahnhöfen der Fall sei.

Hilfestellungen für Sehbehinderte

Gaby Freudenreich ist Projektleiterin von „Jeder Bus“ bei der VKU in Unna. Sie sagt: „Es gibt an dieser Bushaltestelle, wie an vielen weiteren, eine „Text-to-speech“-Funktion. Diese liest vor, was auf der Anzeige steht, wenn jemand den Knopf dafür betätigt.“

Außerdem sei die Fahrtwind-App auch für blinde Menschen hilfreich, genauso wie Bus.Hör.Stellen, die mit einem Signalton sehbehinderten Menschen den Weg zu ihnen zeigen und sie dann über die kommenden Busse informieren. Für Menschen, die davon nichts wissen, sei es jedoch keine große Hilfe, räumte die Projektleiterin ein.

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