Brambauer Bürger sind für Modernisierung - „aber nicht um jeden Preis“

Stadtteilwerkstatt Brambauer

Anregungen und neue Ideen standen im Mittelpunkt der ersten Stadtteilwerkstatt Brambauer und Lippholthausen am Samstag. Vor allem ging es um die Meinungen der Bürger zum „Masterplan Wohnen“.

Brambauer

, 02.09.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Brambauer Bürger sind für Modernisierung - „aber nicht um jeden Preis“

Reger Diskussionsbedarf herrschte am Samstag unter den Brambauer Bürgern während der Stadtteilwerkstatt der Stadt Lünen zum Masterplan Wohnen. © Foto: Michael Blandowski

Es gibt Bedarf an Wohnungen in allen Preissegmenten, stellte der technische Beigeordnete der Stadt Lünen, Arnold Reker, gleich zu Beginn des Workshops am Samstag (31. August) fest.

Die Teilnehmer wünschten sich in der Mitte von Brambauer einen Identifikationspunkt, „vielleicht neben dem Schulhof der Wittekindschule“. Auch eine einheitliche Geschwindigkeitsbegrenzung auf 40 Stundenkilometer auf den Durchgangsstraßen wurde angeregt. Außerdem sollen neue Wohnhäuser gebaut werden, hieß es von Seiten der teilnehmenden Bürger.

Mieten steigen ins „Unermessliche“

Kritik äußerten manche bei den Themen Modernisierung und Sanierung. So meinte Rolf Kindmann: „Modernisierung am Haus muss sein. Aber nicht um jeden Preis. Es sollte nur das erneuert werden, was notwendig ist. Ansonsten werden die Folgekosten auf die Mieter umgelegt und steigen ins Unermessliche. Viele können dann die Mieterhöhungen nicht mehr zahlen.“

Viel Lob gab es für die gute Substanz der älteren Häuser in der alten und neuen Kolonie und die früheren Zechenhäuser. Dort gab es schon Modernisierungsmaßnahmen, aber es bestünde noch Sanierungsbedarf.

Hier wären öffentliche Fördermittel wünschenswert, genauso wie eine Förderberatung.

Einkaufsmöglichkeiten bekommen gute Noten

Gute Noten bekamen die Infrastruktur, die Einkaufsmöglichkeiten und die Nähe zu Naherholungsgebieten in Brambauer. Andreas Dahlke sprach sich für eine behutsame Innenverdichtung der ausgewiesenen Baugebiete aus.

„Ich finde die Veranstaltung durchaus konstruktiv. Denn wir Bürger sind die Experten für unser Brambauer und schauen auch über den Tellerrand hinaus“, meinte Jeanette Sebrantke, Sprecherin der Initiative „Brambauer 2030“.

Stadtplaner Thomas Berger sagte zu, die Forderungen und Meinungen zu sammeln und aufzuarbeiten. Ein entsprechender Bericht soll am 26. November im Ausschuss für Stadtentwicklung vorgestellt werden. Ziel sei es, Abwanderungen und Wohnungs-Leerstände zu vermeiden.

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