Cappenberg: Emtingshof feiert 400-jähriges Bestehen

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Haus mit Geschichte: Der Emtingshof in der Bauernschaft Übbenhagen in Cappenberg feiert in diesen Tagen sein 400-jähriges Bestehen. Bevor die Eheleute Grubendorfer das alte, verfallene Gebäude vor 40 Jahren zu neuem Leben erweckten, hatte es viele Eigentümer und Bewohner. Wir blicken zurück und zeigen, wie der Hof heute aussieht.

CAPPENBERG

, 18.06.2014, 11:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Blick über den Garten auf den renovierten Emtingshof.

Blick über den Garten auf den renovierten Emtingshof.

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Der 400 Jahre alte Emtingshof in Cappenberg

Der Emtingshof in Cappenberg ist eines der ältesten Gebäude Selms und feiert in diesen Tagen sein 400-jähriges Bestehen.
18.06.2014
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Helga und Hans-Josef Grubendorfer vor ihrem denkmalgeschützten Emtingshof.© Foto: Antje Pflips
Gemütlich, historisch: Alle Bilder im Haus malte Hans-Josef Grubendorfer selbst.© Foto: Antje Pflips
In ihrem Garten hat Helga Grubendorfer eine große Vielzahl verschiedener Rosen angepflanzt.© Foto: Antje Pflips
Hans-Josef Grubendorfer mit alten Aufnahmen des Hofes vor der Renovierung.© Foto: Antje Pflips
Dieser 400 Jahre alte Stein ist der Anlass für das Jubiläum des Hofes.© Foto: Antje Pflips
Die Eingangsallee zum Anwesen der Grubendorfers.© Foto: Archiv
Blick über den Garten auf den renovierten Emtingshof.© Foto: Antje Pflips
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Im Zuge der Aufräum- und Renovierungsarbeiten fand Grubendorfer einen Stein mit der Jahreszahl 1614. Urkundlich wurde der Hof erstmals im Jahr 1637 erwähnt. Der erste Kötter, oder Pächter, hieß Johann Schlinkmann. Er war Leibeigener des Klosters Cappenberg.

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Der 400 Jahre alte Emtingshof in Cappenberg

Der Emtingshof in Cappenberg ist eines der ältesten Gebäude Selms und feiert in diesen Tagen sein 400-jähriges Bestehen.
18.06.2014
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Helga und Hans-Josef Grubendorfer vor ihrem denkmalgeschützten Emtingshof.© Foto: Antje Pflips
Gemütlich, historisch: Alle Bilder im Haus malte Hans-Josef Grubendorfer selbst.© Foto: Antje Pflips
In ihrem Garten hat Helga Grubendorfer eine große Vielzahl verschiedener Rosen angepflanzt.© Foto: Antje Pflips
Hans-Josef Grubendorfer mit alten Aufnahmen des Hofes vor der Renovierung.© Foto: Antje Pflips
Dieser 400 Jahre alte Stein ist der Anlass für das Jubiläum des Hofes.© Foto: Antje Pflips
Die Eingangsallee zum Anwesen der Grubendorfers.© Foto: Archiv
Blick über den Garten auf den renovierten Emtingshof.© Foto: Antje Pflips
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Die Erben, Cläre Lange und Peter Emting, mussten 1790 noch als Leibeigene eine ganze Reihe von Abgaben an den Lehnsherrn entrichten. Die regelmäßigen Abgaben für den Emtingshof waren: 17 Reichstaler, ein Malter Gerste (etwa 220 Liter), vier Scheffel Hafer (ein Scheffel etwa 55 Liter) und vier Hühner.  

  • 1802 führte Friedrich Wilhelm II. von Preußen die Enteignung kirchlicher Besitztümer durch. Die Besitzung Cappenberg mit Übbenhagen fiel an den preußischen Staat.
  • 1806 bis 1814 kam das Gut Cappenberg unter französische und belgische Verwaltung. Außerdem wurde die Leibeigenschaft abgeschafft.
  • 1816 erwarb Heinrich Friedrich Freiherr vom Stein das ehemalige Kloster Cappenberg und seine Ländereien.
  • 1878 ging der Emtingskotten in den Besitz des Grafen Kielmannsegg und danach in den des Grafen von Kanitz über.
  • 1925 bis 1957 wohnte der Waldarbeiter Hölscher mit Frau und drei Kindern auf dem Emtingshof. "Vor vier Jahren besuchte uns Maria Hölscher mit dem Heimatverein. Sie war damals 84 Jahre alt", erinnert sich Grubendorfer.

Jetzt, nach 40 Jahren, können sich Helga und Hans-Josef Grubendorfer in die Reihe der Eigentümer des Emtingshof eintragen. Ihr Erbbauvertrag ging in einen Eigentümervertrag über.  

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