Caritas plant Neubau auf der Coers-Wiese in Lünen

Neues Verwaltungsgebäude

Die Caritas plant offenbar den Neubau eines Verwaltungsgebäudes mitten in der Lüner Innenstadt. Das geht aus einer Verwaltungsvorlage des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt hervor. Doch ganz so einfach wird es nicht, denn der Bebauungsplan für das Grundstück legt der Caritas derzeit noch Steine in den Weg.

LÜNEN

, 13.04.2016, 06:09 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Stadtverwaltung liege eine „Bauvoranfrage des Caritasverbandes Lünen Werne Selm“ für einen Neubau auf der sogenannten Coers-Wiese vor, einer Freifläche am Ende der Fußgängerzone – neben dem Lüner Kultur- und Aktionszentrum (Lükaz) gelegen. Noch ist ein solcher Neubau jedoch nicht möglich, denn das Baurecht erlaubt momentan nur Gebäude mit der Zweckbestimmung „Kultur“.

Das war vor Jahren so eingerichtet worden, weil es Pläne gab, auf der Fläche ein Zentrum für Bildung und Kultur zu errichten. Diese Pläne wurden mittlerweile aufgegeben, stattdessen gab es im März den Vorschlag, ein solches Zentrum im Mercedes-Gebäude aufzubauen. Der Auto-Händler will auf den Lindenplatz ziehen.

Noch viele Fragen offen

Für einen möglichen Caritas-Bau auf der Coers-Wiese muss der Stadtentwicklungsausschuss, der am kommenden Dienstag, 19. April, tagt jedenfalls den Bebauungsplan ändern. Dafür, heißt es in der Vorlage, soll die Zweckbestimmung „Kultur“ einfach wegfallen. „Unabhängig von dieser konkreten Planung“ – also unabhängig vom Caritas-Neubau – heißt es in der Vorlage, würde so das Spektrum möglicher Nutzungen für das Grundstück erweitert.

Der Verband sei deutlich gewachsen in den vergangenen Jahren, sagte Vorstand Hans-Peter Benstein am Mittwoch, „und wir brauchen für mehr Arbeitsplätze einfach mehr Platz“. Aus den Unterlagen des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt geht hervor, dass der Verband eine Bau-Voranfrage für die sogenannte Coers-Wiese gestellt hat – unbebautes Gelände am Ende der Fußgängerzone und neben dem Lüner Kultur- und Aktionszentrum gelegen. Das bestätigte Benstein: „Die stadtnahe Lage dort wäre auch ein Vorteil für unsere Klientel.“ Außerdem seien mit dem angrenzenden Pfarrer-Bremer-Parkplatz genügend Stellplätze vorhanden.

Ähnlich wie im jetzigen Verwaltungsgebäude an der Graf-Adolf-Straße, sollen laut Benstein auch an der Coerswiese „ergänzende Beratungsstellen in die Verwaltung integriert“ werden. Wieviel die Caritas dort investiert und was mit dem alten Gebäude passiert, sagte Benstein noch nicht: „Die Entscheidung im Ausschuss müssen wir erst noch abwarten“, sagte er. 

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