CDU präsentiert Ergebnisse der Umfrage zum Horstmarer Seepark

mlzFragebogen

Mit einer Bürgerumfrage hat die Lüner CDU nach Meinungen zum Konzept am Seepark eingeholt. Es gab viele Antworten. Jetzt präsentiert die Partei Ergebnisse. Der Bürgerdialog soll weitergehen.

Horstmar

, 07.03.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die CDU Lünen hat die ersten Ergebnisse ihrer Bürgerumfrage zur Zukunft des Seeparks in Horstmar präsentiert. Rund 370 ausgefüllte Antworten hat die Partei zurückbekommen.

Das zeige deutlich das große Interesse der Bürger, aktiv an der Gestaltung des Geländes mitwirken zu wollen, sagt Arno Feller, Sprecher des CDU Stadtverbandes am Donnerstag (5.3.) im Gespräch mit unserer Redaktion.

99 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass ihnen gepflegte Toiletten im Seepark wichtig oder sehr wichtig seien. Wenig verwunderlich, gibt es bislang doch überhaupt keine öffentliche Toilette vor Ort.

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Seepark bekommt öffentliche Toiletten

Eigens aufgreifen will die CDU diesen Wunsch jedoch nicht. Mit der neuen Verpachtung des Seepark-Kiosks durch die Stadt „wird es im Laufe des Jahres eine deutliche Verbesserung geben“, sagt Feller. Man werde die Entwicklung weiter beobachten.

Anders sieht es aus beim Kampf gegen „Wildpinkler“. Die werden, so die Befürchtung, auch mit einer zentralen Toilette nicht verschwinden. Das Thema soll im Ausschuss für Stadtentwicklung auf den Tisch kommen.

Mehr Sicherheit gefordert

Genau wie die Sicherheit und Aufsicht im Seepark. 93 Prozent der Umfrageteilnehmer stuften diesen Aspekt als wichtig ein. „Die Leute fühlen sich unsicher im Park“, sagt Karl-Heinz Pisula vom CDU Ortsverein Lünen Mitte/Ost und Anwohner. Es müsse nicht nur Regeln geben, sondern die müssten auch durchgesetzt, werden fasst Pisula zusammen. Insbesondere in Bezug auf Nachtruhe, Lärm, Hundehaltung, Fahrradfahren und mehr Rücksichtnahme untereinander.

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Es fehle nicht nur an Beleuchtung auf vielen Parkwegen. Gerade in den Abendzeiten brauche es mehr Sicherheitspersonal.

Festzuhalten ist laut Umfrageergebnissen aber auch: „Die Menschen mögen den Seepark Horstmar sehr. Fast 75 Prozent bezeichnen ihn als „sehr gut“ bis „befriedigend“. Etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) würde sogar Eintritt dafür bezahlen.

CDU freut sich über große Resonanz

Verteilt wurden die Fragebögen per Postsendung, an einem Infostand im Seepark und via Internet. Abgefragt wurden grundsätzliche Eindrücke, Gewichtung von Veränderungswünschen und ob der Seepark eingezäunt werden soll. Platz gab es auch für die Äußerung eigener Wünsche. Viele Teilnehmer nutzten die Möglichkeit laut Feller ausgiebig. Viele Rückseiten der Fragebögen auf DIN A4 seien voll beschrieben zurückgekommen.

Um ehrlich zu sein: Mit so viel Resonanz habe die Partei nicht gerechnet. „Wir freuen uns aber sehr darüber“, sagt Günther Koch, Vorsitzender der Ortsunion Lünen Mitte/Ost.

Deshalb will die CDU den Dialog mit den Bürgern auch fortsetzten. Die Planungen für eine Bürgerversammlung im Frühjahr laufen. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

Neugestaltung des Seeparks

Bindung von Fördergeldern läuft aus

  • Das Areal einzuzäunen und per Eintritt die Besucherzahl zu reduzieren, war bislang nicht möglich, weil der Park im Rahmen der Landesgartenschau 1996 entstand und dafür Fördergelder geflossen sind.
  • Diese Gelder waren nach Angaben der Stadt Lünen zweckgebunden und zeitlich befristet, was wiederum dazu führte, dass der späteren Gestaltung des Areals Grenzen bisher gesetzt waren.
  • Doch damit ist jetzt weitestgehend Schluss: Die Stadt überprüft zur Zeit, welche Fristen es noch gibt - und wann sie auslaufen.
  • Im Kern geht es darum, den Handlungsspielraum für die Gestaltung des Seeparks abzustecken.
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