CDU verliert die meisten Mitglieder

Parteien in Lünen

Die CDU will sich, so das Ergebnis der letzten Klausurtagung, „Gedanken über die Straffung ihrer Organisationsstruktur“ machen. Einen Grund dafür liefert die Statistik: Mitgliederschwund bleibt für die Christdemokraten ein gravierendes Problem.

LÜNEN

von Von Peter Fiedler

, 14.03.2011, 20:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Lüner CDU hat mit Mitgliederschwund zu kämpfen.

Die Lüner CDU hat mit Mitgliederschwund zu kämpfen.

Die SPD, die von 2008 auf 2009 in absoluten Zahlen noch mehr Mitglieder als die CDU einbüßte, konnte diesen Trend im vergangenen Jahr verlangsamen, wenn auch nicht stoppen. Von 2,5 Prozent sei der Mitgliederschwund auf 1,9 Prozent zurück gegangen, so Stadtverbandsvorsitzender Michael Thews (Foto 2). Hauptursache sei die Altersstruktur. Auf der anderen Seite habe es auch 30 Neueintritte gegeben. „Die Aufgabe der nächsten Jahre wird es sein, die Mitgliederzahl weiter zu stabilisieren“, betont Thews. Die Wählergemeinschaft Gemeinsam für Lünen (GFL), seit Ende 2007 neu auf der politischen Landkarte Lünens, hat sich als dritte Kraft fest etabliert, gefolgt von der Linken. Beide melden nochmals ein Mitgliederplus. Auch die FDP steht auf der Gewinnerseite. „Wir würden uns natürlich wünschen, dass mehr Lüner aktiv an der Politik teilnehmen würden“, erklärt FDP-Chef Dr. Nobert Katte (Foto 3). Für Eckhard Mating (Foto 4, Linke) ist in Lünen „Politikverdrossenheit spürbar, die alle Parteien betrifft.“ Obwohl sie gegenüber 2009 ein Mitglied verloren haben, sehen sich die Grünen unter dem Strich gestärkt: „2010 hat sich die Grüne Jugend konstituiert. Deren Mitglieder gehen nicht in die Berechnung ein, da sie selbstständig organisiert sind, so dass wir alles in allem Stabilität und einen Zuwachs zu verzeichnen haben“, erläutert Grünen-Sprecherin Erika Roß (Foto 5).

Die UWG, die für 2009 noch 26 Mitglieder meldete und dies mit der neuen Jugendabteilung begründete, gab gegenüber unserer Zeitung für Ende 2010 einen Bestand von nur noch zwölf Mitgliedern an. Unverändert kleinste politische Kraft bleibt die Statt-Partei.

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