Container sollen akutes Platzproblem an Kardinal-von-Galen-Schule vorerst lösen

Kardinal-von-Galen-Schule

Auf Druck der Schulpflegschaft der Kardinal-von-Galen-Schule und der Politik lässt die Verwaltung an der Schule zu Beginn des nächsten Schuljahres Container aufstellen - gegen die Raumnot.

Nordlünen

, 13.07.2019, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Container sollen akutes Platzproblem an Kardinal-von-Galen-Schule vorerst lösen

Mit Containern will die Verwaltung übergangsweise die Raumnot an der Kardinal-von-Galen-Schule beenden. © Winter

Zur Lösung der seit Jahren bestehenden Raumnot an der Kardinal-von-Galen-Schule lässt die Verwaltung dort zu Beginn des kommenden Schuljahres erstmal Container aufstellen.

Das erklärte Schuldezernent Horst Müller-Baß Donnerstagabend (11.) in der Ratssitzung. Das Thema stand nur wegen eines Eilantrags der CDU-Fraktion auf der Tagesordnung.

Mit diesem Antrag forder(te)n die Christdemokraten, dass „die Verwaltung an der Kardinal-von-Galen-Schule eine Lösung des Raumproblems bei der Erweiterung der Übermittagsbetreuung ohne die Aufgabe der Schülerbibliothek und Lern-Oase bis spätestens zum Beginn des Schuljahres 2019/2020 herbeiführt“.

Damit überhaupt über den Antrag als solchen abgestimmt werden konnte, musste der Geschäftsordnung entsprechend zunächst einmal über dessen Dringlichkeit abgestimmt werden.

Abstimmung über Dringlichkeit

Und die war nach einer Mehrheit der Ratsmitglieder inklusive der Bürgermeisterstimme (25) nicht gegeben. 21 Ratsmitglieder hatten mit Ja für die Eilbedürftigkeit gestimmt.

Dass die Abstimmung so ausfiel, lag vermutlich daran, dass neben Horst Müller-Baß auch Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns zuvor glaubhaft versichert hatten, dass die Containerlösung bereits auf den Weg gebracht worden sei.

„Container werden dort zu Beginn des Schuljahres stehen“, sagte Kleine-Frauns. „Die Container-Lösung ist aufs Gleis gesetzt“, sagte Müller-Baß: „ZGL hat die Container beauftragt.“

Das Thema hatte Anfang dieser Woche Fahrt aufgenommen, nachdem die Schulpflegschaft öffentlich Alarm geschlagen hatte und auf das Raumproblem aufmerksam gemacht hatte.

„Mobile Trennwand nicht möglich“

Der Grund: Eigentlich sollte eine mobile Trennwand die Platznot mildern. Die Wand sollte die Aula der Kardinal-von Galen-Schule teilen. Ein Raum für sonderpädagogische Förderung, ein anderer für die Übermittagsbetreuung. Die nämlich soll ausgebaut werden, von 25 auf 40 Kinder.

Das Ganze sollte zum neuen Schuljahr starten. Deswegen, hatte Schulpflegschaftsvorsitzender Daniel Magalski Montag (8.) im Gespräch mit unserer Redaktion erklärt, habe er sich Ende Juni mal bei der Stadt erkundigt, wie es denn um diese Lösung bestellt ist. Die Antwort kam vom städtischen Eigenbetrieb Zentrale Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL): „Aus bauordnungsrechtlichen Gründen“ könnte eine solche Lösung nicht realisiert werden.

Jetzt soll die Container-Lösung Abhilfe schaffen und als Übergang für die Übermittagsbetreuung dienen - später dann ein Neubau der Ogata. Darüber wurde Donnerstag aber nicht gesprochen.

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