Corona-Ambulanz schließt: 1000 Tests in zwei Monaten - der Großteil negativ

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In der Hochphase der Corona-Krise war die Covid-Ambulanz neben dem St.-Marien-Hospital in Lünen eine wichtige Anlaufstelle vor allem für Virus-Tests. Nach zwei Monaten ist jetzt Schluss.

Lünen

, 07.06.2020, 17:06 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eigentlich ist Dr. Ulrich Hüning Hausarzt. Als die Corona-Krise so richtig Fahrt aufnahm, wollte er gerade in den Urlaub. Nach Italien. Das ging natürlich nicht mehr, und statt Urlauber war Hüning schließlich ärztlicher Leiter der Corona-Ambulanz der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) am Marien-Hospital.

Die war vor allem eine zentrale Anlaufstelle für alle, die auf das Coronavirus getestet werden mussten. 958 Tests haben er und sein Team in den zwei Monaten seit dem 6. April vorgenommen, berichtet Hüning, zeitweise über 40 in drei Stunden. Am letzten Tag, Freitag (5.6.) kamen nur noch sieben Patienten. Von allen Tests seien nur 58 positiv gewesen, das sind rund sechs Prozent. Manche der positiv getesteten Menschen seien aus größeren Haushalten gewesen, sagt Hüning.

Kritik am Ende des Corona-Zentrums

Allen Stresses zum Trotz sei es eine „gute Zeit gewesen“, sagt Hüning, „eine sehr schöne Räumlichkeit, eine nette Atmosphäre, nette Kollegen“.

Am Ende des Covid-Zentrums gab es durchaus Kritik, etwa von Landrat Michael Makiolla. Im Falle einer zweiten Welle könne man nicht mehr schnell genug testen, sagte er. „Manche Stimmen sagen, man hätte das auf niedrigem Niveau weiter machen sollen - im Prinzip hätte ich diese Verlängerung auch befürwortet“, sagt Hüsing. Sollten die Zahlen wieder steigen, könne das Covid-Zentrum schnell wieder hochgefahren werden - es ruht sozusagen im „Standby-Modus“.

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