Einige Tagespflegen für Senioren in Lünen haben bereits Impfstoff bestellt, um ihre Gäste und Mitarbeiter impfen zu lassen. © picture alliance/dpa/dpa Pool
Coronakrise

Corona-Impfung: Tagespflegen für Senioren planen Termine in Lünen

Die meisten älteren Menschen leben nicht in Heimen, sondern in ihrem eigenen Zuhause. Sie müssten eigentlich ins Impfzentrum nach Unna. Für Tagespflege-Gäste gibt es eine weitere Möglichkeit.

Senioren gehören in der Corona-Pandemie zu den Risikogruppen. Diejenigen unter ihnen, die in einer Pflegeeinrichtung leben, können sich dort von mobilen Impfteams gegen das Corona-Virus impfen lassen. Die große Mehrheit der Senioren lebt jedoch nicht in einem Pflegeheim, sondern im eigenen Zuhause.

Sie müssten eigentlich abwarten, bis sie einen Impftermin im Impfzentrum in Unna bekommen. Das ist für viele ein weiter Weg dorthin. Wer nicht mobil ist und/oder nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Unna fahren kann oder will, muss warten, bis auch Hausärzte die Impfung anbieten können.

Mobile Impfteams

Anders sieht es für Gäste von Tagespflegen aus. Einige dieser Einrichtungen, die pflegende Angehörige entlasten, bieten nun auch Impftermine in der Tagespflege an. Mit viel Aufwand haben die Betreiber es ermöglicht, dass die mobilen Impfteams auch in Tagespflege-Einrichtungen kommen. Allerdings sorgt der Impfstoff-Mangel jetzt für Terminverschiebungen.

Geimpft wird natürlich nur, wer das auch möchte. „Es ist alles organisiert, bei uns soll Ende Januar geimpft werden“, so Kevin Menges, Leiter der Caritas-Tagespflege Am Christinentor. 95 Prozent der aktuellen Tagespflege-Gäste wollen sich impfen lassen. Bei den Mitarbeitern liegt die Quote sogar bei 100 Prozent, so Menges auf Anfrage.

Natürlich sei es schon ein organisatorischer Aufwand gewesen. Menges: „Aber das kennen wir ja schon von den Corona-Tests, die jede Woche mehrmals für Mitarbeiter und Gäste Pflicht sind.“

Impfstoff bestellt

Noch eher sollte in der Senioren-Tagespflege Wopker geimpft werden. Wegen des Impfstoff-Mangels musste der Termin verschoben werden. Dafür hatte Michael Wopker viele Stunden mit der Organisation verbracht. Es mussten Listen derjenigen erstellt werden, die geimpft werden wollen. Dann hieß es, die nötige Menge an Impfstoff zu bestellen und zu klären, wie er zur Tagespflege kommt. Auch mit niedergelassenen Ärzten musste der Leiter des Pflegebüros Wopker sprechen, damit Fachpersonal für die Impfung zur Verfügung steht.

Er sieht es als Service für die Tagespflege-Gäste und seine Mitarbeiter. Sobald es möglich ist, sollen auch die Kunden des ambulanten Pflegedienstes geimpft werden, wenn sie das wollen.

Noch keinen Termin gibt es für die geplante Impfung in der Tagespflege an der Lippe, die zum Pflegedienst Birgit Rückert gehört. „Wir wollen die Impfung auf jeden Fall auch für Gäste und Mitarbeiter anbieten“, so Birgit Rückert.

Auch in einer digitalen Sitzung des Landesverbandes freie ambulante Krankenpflege, dessen Sprecherin Birgit Rückert ist, erfuhr sie, dass es in anderen Regionen schlechter aussieht. „In Köln und Düsseldorf sind noch keine Anfragen zur Impfung möglich.“

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
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Beate Rottgardt

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